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11 (1851) Die Schwärmer
Entstehung
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Blicken, und ihre durch die innerste Seelenunruhe geschärfteAufmerksamkeit konnte aus den Geberden, welche das Gesprächbegleiteten, leicht crrathen, welchen Fortgang diese Verwen-dung zu Gunsten Mortons hatte.

Anfangs zeigte das Gesicht des Obristcn jene offene und be-reitwillige Höflichkeit, welche, noch ehe sic die verlangte Gefällig-keit kennt, zu sagen scheint, daß der Ersuchte sich glücklich suhlt,den Bittenden zu verpflichten. Im Verlauft der Unterhaltungaber wurde die Stirne des Obristen finsterer und strenger,und seine Züge, obgleich sie noch immer den Ausdruck voll-kommenster Höflichkeit behielten, nahmen, wenigstens für Edi-tha's geschreckte Einbildungskraft, einen rauhen und unerbitt-lichen Charakter an. Seine Lippen waren bald wie vor Un-willen zusammengcpreßt, bald leicht auswärts gezogen, gleichsamals ob er in höflicher Nichtachtung die Gründe des MajorsBellenden anhöre. Die Sprache ihres Oheims schien, so vielman aus seinen Bewegungen wahrnahm, eifrig und dringend,unterstützt durch die liebenswürdigste Charaktereinfalt, sowiedurch das Gewicht seines Alters und seines Rufs. Aber Allesschien nur einen geringen Eindruck auf den Obristen Grahamezu machen, der bald seine Stellung änderte, als wolle er desMajors lästige Bitten kurz abschneiden, und das Gespräch miteinem höflichen Bedauern abbrechen, welches die entschiedensteWeigerung versüßen sollte. Diese Bewegung brachte EdithenBeide so nahe, daß sie Claverhouse sagen hörte:

Es kann nicht sein, Major Bellenden; Milde ist in diesemFalle außer dem Bereich meines Auftrags, in andern Fällenbin ich gern zu Euren Diensten erbötig. Doch hier kommtja Evandale! Was bringt Ihr uns für Botschaft, Evan-dale?" fuhr er fort, und wandte sich an den jungen Lord,der eben in voller Uniform, jedoch mit etwas nachlässigem An-