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11 (1851) Die Schwärmer
Entstehung
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Dann solltet Ihr sie keinem ehrlichen Cavalier in de»Weg stelle», der schon heut' vor dem Frühstück seine zehn Mei-len geritten ist; denn die Wahrheit zu sagen, sie sehen sehreinladend aus. Aber wo ist Editha?"

Auf der Zinne des Wartthurms," antwortete die alteLady;sie sieht sich um, ob unsere Gäste bald kommen."

Nun, dahin gehe ich auch, und das sollt Ihr auch thun.Lad- Margaretha, sobald Eure Schlachtlinie hier in der Hallein Ordnung ist. Ich kann Euch versichern, ein Regiment Rei-ter auf dem Marsch zu sehen, ist ein herrlich Ding."

Mit diesen Worten bot er ihr mit altvaterischer Galante-rie den Arm, und Lad- Margaretha nahm ihn mit einer dank-baren Verneigung, wie sie die Damen zu Holyrood-House biszum Jahre IL 42 zu machen pflegten, wo auf eine Zeit langHöflichkeiten und Höfe aus der Mode kamen-

Auf der Zinne des Thurms, wohin mancher gewundeneGang und manche unbequeme Wendeltreppe führte, fandensie Editha nicht in der Stellung eines jungen Mädchens, wel-ches mit unruhiger Neugierde einer muntern Reiterschaar ent-gegen sieht, sondern bleich, niedergeschlagen, und mit einemAntlitz, das deutlich verrieth, sie habe verwichene Nacht ver-geblich auf den Schlaf geharrt. Der gute alte Krieger warüber ihr Aussehen betroffen, welches im Drange der Geschäfteihre Großmutter völlig unbeachtet gelassen.

Was ist Dir zugestoßcn, Du närrisches Mädchen?" sagteer;Du siehst ja aus wie eine Ofsizicrssrau, die nach demGefecht einen Schlachtbericht liest und ihren Mann auf derListe der Erschlagenen und Verwundeten zu finden fürchtet.Aber ich weiß die Ursache Du fährst fort die unsinnigenRomane Tag und Nacht zu lesen, und jammerst über Unglück,das niemals eristirt hat. Wie, zum Teufel, kannst Du glau-