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11 (1851) Die Schwärmer
Entstehung
Seite
108
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die haldverlöschte Inschrift über dem Thore sagt wenn nurmein Bischen Latein nicht ganz zum Teufel gefahren vonSir Ralph von Bellenden im Jahre izso, ein respektablesAlter. Ich muß die Dame mit gebührender Ehrfurcht begrüßen,wenn's mir auch Mühe macht, einige Redensarten hervorzu-stöbern, in denen ich pfuschte, als ich noch in solche Gesell-schaft kam."

Während dieses Selbstgesprächs sagte der Kellermeister, derdie Soldaten durch eine Schießscharte beobachtete, seiner Ge-bieterin, daß ein Commando Dragoner, oder, wie er glaube,Leibgardisten mit einem Gefangenen am Thore warte.

Ganz gewiß," sagte Gudyill,ist der sechste Mann einGefangener; denn sein Pferd wird geführt, und die zwei vor-reitenden Dragoner haben ihre Karabiner auf die Schenkelgestützt. So bewachten wir immer die Gefangenen in denTagen des großen Marquis."

Königliche Soldaten?" sagte die Lady,vermuthlich ver-langen sie Erquickung. Geht, Gudpill, heißt sie willkommen,und laßt ihnen Alles reichen, was das Schloß an Vorrath undFutter geben kann. Sag' meiner Kammerfrau, daß sie mirmeinen schwarzen Schleier und Mantel bringe. Ich will sieselbst unten empfangen; man kann ihnen nicht zu viel Ach-tung beweisen in diesen Zeiten, wo sie so viel für die Auf-rechthaltung des königlichen Ansehens thun. Und hört, Gu-dyill, sagt Jenny Dennison, sie solle sich in ihren Staat wer-fen, um vor mir und meiner Nichte hergehen zu können; diedrei Frauen sollen heiter aussehen, und sagt meiner Nichte,daß sie sogleich komme."

In voller Rüstung und begleitet, wie sie angeordnet hatte,segelte jetzt Lady Margaretha mit aller Würde und Feierlich-keit in den Hof hinab. Sergeant Bothwell begrüßte die stolze