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11 (1851) Die Schwärmer
Entstehung
Seite
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ein Thurm, der von dem jähen Felsen hinabfieht durch diedichte Waldung?"

Das ist das Schloß von Tillietudlem," sagte einer derSoldaten. »Die alte Lady Margaretha Bellenden wohnt da,eine der wohlgesinntesten Frauen im Lande und eine Soldaten-freundin. Ich habe einen Monat dort gelegen, als ein ver-dammter Whighund aus einem Versteck auf mich geschossen, undich möchte noch ein Mal so 'ne Wunde aushaltcn, um wiederso gut einquartiert zu sein."

Wenn das ist," sagte Bothwell,so will ich ihr im Vor-beigehen meine Aufwartung machen und sie um Erfrischung füruns und die Pferde bitten. Ich bin so durstig, als hätt' ichauf Milnwood nichts getrunken. Aber es ist doch ein gutesDing in diesen Zeiten," fuhr er zu Heinrich gewendet fort,daß des Königs Soldat an keinem Hause vorüber zu gehenbraucht, ohne Erquickung zu bekommen. In solchen Häusern,wie Tillie wie nennt Ihr das Ding? gibt man uns ausgutem Willen; in den Häusern der bekannten Schwärmer grei-sen wir mit Gewalt zu; und bei den gemäßigten Presbyteria-nern und andern verdächtigen Leuten gibt man uns aus Furcht;so wird stets unser Durst auf diese oder jene Weise gelöscht "

Und in dieser Absicht wollt Ihr Euch also nach demSchlosse begeben?" fragte Heinrich ängstlich.

Auf jeden Fall," antwortete Bothwell.Wie könnte ichmeinen Vorgesetzten einen günstigen Bericht von den schönenGrundsätzen der würdigen Lady abstatten, wenn ich nicht ihrenSekt gekostet habe? denn Sekt tischt sie uns ganz gewißauf; der ist der Lieblingstrost der alten hochadeligen Wittwe,wie der leichte rothe Wein der Trank Eurer Lairds auf demLande ist"

"Wollt Ihr durchaus hin," sagte Heinrich,so bitte ich