Mutter, — es ist doch Eure Mutter?" (Cuddie nickte-) »Waskann sie und Euch so spät zu uns herübergebracht haben?"
»Je, Herr, was die alten Weiber immer in Bewegungbringt — die liebe Noch, Herr, — ich suche einen Dienst, Herr!"
»Einen Dienst, Cuddie, und in dieser Jahreszeit? Wiekommt das?"
Mause konnte sich nun nicht länger halten. Gleich stolzauf ihre Sache wie auf ihre Leiden, begann sie mit erheu-chelter Demnth: »Es hat Gott gefallen, edler Herr, uns miteiner Prüfung heimzusuchen-"
„Plagt Euch der Teufel?" flüsterte Cuddie seiner Mutterzu. „Wenn Ihr wieder Eure Whiggeschichten auskramt,dann wird man uns keine Thüre öffnen im ganzen Lande."Darauf wandte er sich laut zu Morton:
„Meine Mutter ist alt und hat sich ein wenig vergessen,als sie mit unserer Ladp sprach, und die kann keinen Wider-spruch vertragen — und Niemand hat's gern, der nicht muß— besonders von ihren eigenen Leuten, und Herr Harrison,der Verwalter, und Gudyill, der Kellermeister, sind uns nichtgewogen, und in Rom läßt sich's nicht gut mit dem Papstestreiten, — so dacht' ich denn, besser ist's, Du gehest fort,ehe die Sache noch schlimmer wird, und da sind ein PaarZeilen von Eurem Freund, die Euch mehr sagen werden."
Morton nahm das Billet; und vor Freude und Entzückenbis über die Ohren erröthend, las er folgende Worte:„Wenn Ihr für diese armen, hülflosen Leute Etwas thunkönntet, würdet Ihr verbinden E- B-"
Erst nach einigen Minuten gewann er Fassung genug, zufragen: „Und was wollt Ihr, Cuddie, und wie kann ich Euchnützlich sein?"
i „Arbeit, Herr, Arbeit und einen Dienst wünscht' ich gern,