Druckschrift 
11 (1851) Die Schwärmer
Entstehung
Seite
62
Einzelbild herunterladen
 

junger Herr Heinrich will in die Fremde? Nein, nein, nein,das soll nimmermehr geschehen!"

Milnwood, der nicht die geringste Absicht hatte, sich von sei-nem Neffen zu trennen, welcher ihm in vielen Beziehungennützliche Dienste leistete, war wie vom Donner gerührt, alser diese plötzliche Unabhängigkeitserklärung eines Menschenvernahm, dessen Unterwürfigkeit gegen ihn bisher keine Grenzegehabt hatte. Er besann sich indcß bald wieder-

Und wer wird Euch, junger Mann, die Mittel geben zueiner solchen wilden Gänsejagd? Ich gewiß nicht! Ich kannmich selbst kaum erhalten. Und wahrscheinlich wollt Jdr auchheirathcn, wie Euer Vater, und Eurem Oheim einen Packkleiner Kinder heimschicken, daß sie in meinen alten Tagenmein Haus mit Toben und Kreischen erfüllen und davonflie-gen, wie Ihr selbst, wenn man von ihnen verlangt, daß sieEtwas thun und arbeiten sollen?"

Ich denke nicht daran, mich je zu verheirathen," ant-wortete Heinrich.

Hört doch einmal an!" sagte die Haushälterin.EineSchande ist's, ein hübsches junges Blut so reden zu hören,da alle Welt weiß, daß sie heirathcn, oder was Schlimmeresthun müssen."

Schweigt, Alison," sagte ihr Herr-Und Ihr, Heinrich,"fügte er in einem sanfter» Tone hinzu,enischlagt Euch die-ses Unsinns, das kommt daher, daß Ihr einen Tag langSoldaten gespielt habt, merkt Euch, daß Ihr zu solchen un-sinnigen Planen kein Geld habt."

Ich bitte um Verzeihung, Sir; meine Bedürfnisse sindsehr gering, und wenn Ihr mir nur die goldene Kette gebenwolltet, die der Markgraf meinem Vater nach der Schlachtbei Lützen umhing"