werth, — oder wollten die Bursche nur ringen, oder sonstEtwas der Art, wozu man Arm und Beine braucht, wenn sie— hier berührte er Mortons Degenspitze mit der Zehe — solcheDinge mit sich führen, die sie doch nicht ziehen wollen."
Mortons Geduld und Klugheit war jetzt zu Ende, und erwar eben im Begriff, Bothwells hochmüthigen Bemerkungeneine zornige Antwort zu erthcilcn, als der Fremde vorwärtsschritt.
„Das ist mein Streit," sagte er, „und im Namen derguten Sache will ich ihn selbst verfechten. Sprich, Freund,"sagte er zu Boihwell, „willst du mit mir einen Gang imRingen versuchen?"
„Von ganzem Herzen, mein Werthester," antwortete Both-well; „ja, ich will mit dir ringen, bis Einer von uns stürzt,oder alle Beide "
„Nun, so wahr ich auf Den hoffe, der helfen kann," er-widerte sein Gegner, „auf der Stelle will ich an dir ein Bei-spiel geben."
Bei diesen Worten warf er seinen grauen Reitermantelvon den Schultern, und seinen nervigen braunen Arm mit Ent-schlossenheit ausstreckend, schickte er sich zum Kampfe an. DerSoldat ließ sich nicht durch die muskelkräftige Gestalt, die hoheBrust, die breiten Schultern und den wilden Blick seines Geg-ners abschrecken, sondern pfiff mit großer Ruhe, löste seinWehrgehänge und legte seinen Soldatenrock ab. Die Gesell-schaft, des Ausgangs harrend, stand um Beide her.
Im ersten wie im zweiten Gange schien der Reiter einigenVortheil zu haben, doch keiner von beiden war entscheidend.Aber offenbar hatte er seine ganze Kraft zu schnell gegen einenGegner angewendet, der so viel Ausdauer, Kraft und langenAthem besaß. Im dritten Gange hob der Landmann seinen