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gesetzt, daß der erste Vorgesetzte geneigt oder im Stande war,solch ein Geschenk zu spenden, auch genoß er das Vorrecht,in allen achtbaren Häusern der Umgegend alljährlich zur Früh-lingszeit einen Besuch abzustatten, um die Herzen mit Musikzu erfreuen, sich selbst aber mit Bier und Branntwein eineGüte zu thun und obendrein von Jedem etwas Korn zur Aus-saat zu erbitten.
Neben diesen sehr werthvollen Einkünften und Vortheilenhatten Niels persönliche und Geschäfts-Talente das Herz derschmucken Wittwe gewonnen, welche den Gasthof im Dorfebesaß. Ihr früherer Ehemann war ein strenger Presbyteria-ner, der in seiner Secte nur unter dem Namen Gajus, derZöllner, bekannt war. Deshalb nahmen viele derselben einAergerniß an dem Gewerbe seines Nachfolgers, den seine hin-terlaffene Ehehälfte zum zweiten Gemahle erkoren Hatte. Daaber dessenungeachtet die Brauerei ihren guten Namen be-hauptete, so blieben ihr auch die alten Kunden getreu- DerCharakter des neuen Wirths war von jener schmiegsamen Art,daß er durch die brausenden Fluthen des Parteizwistes seinkleines Schifflein glücklich obenauf erhalten konnte. Er warlustig, schlau, eigennützig, gleichgültig gegen alle Streitig-keiten über Kirche und Staat, und nur darauf bedacht, sichdas Wohlwollen seiner Kunden jeder Klaffe zu sichern. Abersein Charakter sowohl, wie der Zustand des Landes, wird demLeser um so klarer durch die Anweisungen, die Niel seinerTochter gab, einem Mädchen von ungefähr achtzehn Jahren,das er in die Geschäfte einweihte, die seine Frau lange undtreulich besorgt, bis sie ungefähr sechs Monate vor dem Be-ginn unserer Geschichte auf den Kirchhof getragen wurde. —
„Jenny," sagte Niel Blaue, als das Mädchen ihm denDudelsack abnahm, „das ist der erste Tag, an welchem du