Erstaunen und Verwunderung setzte. Er war von Men dereinzige Mann, dem die Sache einigermaßen am Herzen lagund Ernst war. Auf solche Weise, und indem er noch einigeWilddiebe und andere Gesellen ähnlichen Gelichters, denen nianein allzuenges Gewissen nicht zum Vorwurfe machen konnte,anwarb, brachte Harrison wirklich die Anzahl von Mannenauf die Beine, welche Lady Margaretha Bellenden, als lebens-längliche Nutznießerin der Baronie Tillietudlem und andererBesitzungen, zu stellen hatte. Als aber am Morgen des verhäng-nißvollen Tages der Haushofmeister eben seine troupe clorösvor dem eisernen Thore des Schlosses musterte, erschien dieMutter des Äckerknechts Cuddie Headrigg, mit den Steifstiefeln,dem ledernen Koller und anderm Zeug, welches für den Ge-brauch an diesem Tage verabfolgt worden war, und legte Allesvor dem Haushofmeister nieder- Dabei versicherte sie ihn ganzernsthaft, daß, — ob es nun eine Kolik oder eine Bedrängnißdes Gewissens gewesen, was sie nicht entscheiden wolle, —so viel gewiß wäre, daß eS ihrem Cuddie in der Nacht sehrschlecht gegangen sei, und ob es heute früh besser mit ihmstehe, wisse sie nicht. Des Himmels Finger sehe man daraus,setzte sie hinzu, und ihr Kind solle zu dergleichen Fahrten sichnicht hergeben. Vergebens waren die Androhungen von Züchti-gung, Strafe und Fortjagen aus dem Dienste; die Mutter warund blieb hartnäckig, und Cuddie, über dessen körperliches Be-finden man in's Klare kommen wollte, und den man deshalbin seiner Behausung heimsuchte und besichtigte, konnte oderwollte nur mit Aechzcn und Stöhnen antworten. Die alteMause, früher Dienerin in der Familie, war eine Art Favo-ritin der Lady Margarethe, und nahm sich folglich auch Et-was heraus. Die Lady selbst war schon seit einer Weilefort, und man konnte sich daher auf ihren Befehl nicht be-
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