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begraben wähntest. Du bist betroffen und änderst die Farbe— daran erkenne ich mit Freuden, daß der feste und unbeug-same Muth, den die Leute dir Zutrauen, dein Herz für edlereGefühle offen gelassen, während er es gegen Furcht, Un-schlüffigkeit und alle niedrigen Gemüthsbewegungen verschlos-sen hat. Ich habe dir meine Freundschaft angeboten und ichw ll dir Beweise davon geben. Jcb will dir, wenn du eswünschest, das Schicksal dieser Bertha erzählen, deren An-denken du in deiner Brust unwillkührlich bewahrt hast mittenunter den Mühen des Tages und in der Ruhe der Nacht,in der Schlacht und zur Zeit der Rast, bei den Spielen mitdeinen Cameraden auf dem Uebungsplatze oder bei deinemStudium griechischer Wissenschaft, in welcher ich dich auf einemkurzen Wege Fortschritte machen lassen kann."
Während Agelastes also sprach, gewann der Warägerwieder einige Fassung und antwortete, obgleich seine Stimmeein wenig zitterte: „Wer du bist, ich weiß es nicht — wasdu mit mir willst, ich kann's nicht sagen — auf welchemWeg du Dinge erfahren hast, die für mich so viel, für an-dere so wenig werth find, begreife ich nicht. Sv viel aberweiß ich, daß du zufällig oder nicht zufällig einen Namenausgesprochen hast, der mein tiefstes Herz bewegt; doch ichbin ein Christ und ein Waräger und weder meinem Gott nochmeinem erwählten Fürsten will ich wissentlich die Treue brechen.Was man durch Idole oder falsche Götter bewirkt, muß Ver-rath an dem wahren Gott« sein. Auch ist es nicht wenigergewiß, daß du einige Pfeile gegen den Kaiser selbst hastblinken lassen, wiewohl deine Unterthanenpflicht dir solchesverbietet. Darum werde ich in Zukunft deinen Umgang mei-den, wär' es in Glück oder Unglück. Ich bin des Kaisersgeschwvrner Soldat und wiewohl ich die kleinlichen Ehrfurchts-