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Der Majordomus schwieg und zögerte eine kleine Weile;da er aber merkte, daß der Augenblick nicht geeignet war,mit dem Kaiser zu scherzen (denn Alexius ComnenuS war zuZeiten gefährlich), antwortete er, jedoch nicht ohne Zaudernalso: „Kaiserlicher Meister und Herr, Niemand weiß es besserals Ihr, daß diese Antwort nicht leicht ist, wenn sie genauund richtig sein soll. Die Stärke des kaiserlichen Heereszwischen dieser Stadt hier und der westlichen Grenze desReichs kann nicht über fünfundzwanzig oder höchstens dreißig-tausend Mann angeschlagen werden, die auf Urlaub Abwe-senden nicht gerechnet."
Alexius schlug sich die Stirne mit der Hand, und dieRäthe, die ihn also Zeichen von Verdruß und Bestürzunggeben sahen, ließen sich in Erörterungen ein, die sie sonstfür einen anderen Ort und eine andere Zeit aufgespart habenwürden.
„Wie mir Ew. Hoheit vertraut hat," sagte der Logothet,„so ist letztes Jahr so viel Gold aus dem Schatze Ew. Hoheitgezogen worden, daß damit doppelt so viel Bewaffnete, alsder Majordomus nun angibt, hätten bezahlt werden können."
„Ew. kaiserliche Hoheit," entgegnete der angeschuldigteMinister mit keinem kleinen Eifer, „wird auch die bestehendenBesatzungen, für die dieser Rechenmeister nichts anschlägt, zuden beweglichen Truppen hinzufügen."
„Still, ihr beide!" sagte Alexius, sich schnell fassend;„die Zahl der Truppen ist in der That geringer als wirdachten; aber laßt uns nicht durch Zank die Noth der Zeitvergrößern. Laßt uns diese Truppen zwischen hier und derWestgrenze des Reichs auf Thäler, Pässe, hinter Anböhenund auf schwierige Localitäten so vertheilen, daß die kleineAnzahl durch ihre vorthcilhafte Stellung die Stärke der größern
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