Druckschrift 
17 (1851) Graf Robert von Paris
Entstehung
Seite
132
Einzelbild herunterladen
 

132

gewinne. Während dies geschieht, wollen wir mit diesenKreuzfahrern, wie sie sich nennen, über die Bedingungenunterhandeln, unter denen wir ihnen den Durchzug zugestehenwollen; und wir sind nicht ohne Hoffnung, ans diesen Unter-handlungen große Vortheile für das Kaiserreich zu ziehen.Wir werden darauf bestehen, daß sie nur in Abthcilungenvon etwa fünfzigtausend Mann Lurchs Land ziehen; so wer-den wir sie nach einander nach Asien übersetzen und kein zugroßes Heer wird vor unfern Wällen die Sicherheit der Haupt-stadt der Welt gefährden."

Auf ihren Marsch nach den Ufern des Bosphorus wollenwir sie mit Lebensmitteln versehen, wenn sie sich friedlich undordentlich betragen; und wenn einige ihre Fahnen verlassen,und das Land durch Umherstreifen belästigen, so werden unserekräftigen Bauern nicht zögern, diese Ausschweifungen zu un-terdrücken und zwar ohne unser» besonderen Befehl, da wirnicht wünschen, daß man uns eines Vertragsbruchs zeihenmöchte. Wir versehen uns auch zu unseren Scythen, Ara-bern, Syrern und andern Söldnern in unserem Dienst, daßsie es nicht leiden werden, wenn unsere Unterthanen in ihrergerechten Nothwehr unterliege»; und da es nicht Recht ist,daß wir unser eigenes Land der Vorräthe berauben, umFremde damit zu füttern, so soll es uns weder befremdennoch gänzlich mißfallen, wenn wir vernehmen, daß sich unterdem gelieferten Vorrath von Mehl einige Säcke voll Kreide,Kalk uno dergleichen gefunden hätten. Es ist in der Thaterstaunlich, was der Wagen eines Frauken nicht alles wohlverträgt. Ihre Wegweiser, die man mit Umsicht wählenmuß, sollen dafür sorgen, diese Kreuzfahrer auf schlechtenStraßen und Umwegen herumzuführen; sie werden ihnen da-durch einen wahren Dienst leisten, indem sie dieselben so an