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der einen Seite der Meerenge wohnen wenige Fischer, Leute,die seltsame Vorrechte genießen, angesehen sie als lebendigeFährleute das Geschäft des heidnischen Charons verrichten unddie abgeschiedenen Seelen nach der Insel übersetzen, wo die-selben nach dem Tode wohnen. Um Mitternacht werden dieseFischer, wenn die Reihe an ihnen ist, gemahnt, ihren Dienstzu thun, für den es ihnen erlaubt zu sein scheint, an dieserunheimlichen Küste zu wohnen. Man hört ein Klopfen ander Hütte desjenigen, an den die Reihe gekommen, das vonkeiner Menschenhand kommt. Ein Flüstern, wie das einessterbenden Lüftchens, mahnt den Fährmann, seine Schuldigkeitzu thun. Er eilt ans Ufer, und kaum hat er das Schiff los-gebunden, so sieht er es so tief ins Wasser sinken, als esdas Gewicht der überfahrenden Tobten erheischt. Keine Ge-stalt wird gesehen, und wiewohl man Stimmen vernimmt,so sind die Töne doch unverständlich wie die von Träumenden.Voll geheimen Schauers, der die Lebendigen in der Näheder Todten ergreift, setzt der Fährmann über die Meerengezwischen dem Festland und der Insel. Sie erreichen die Küste,deren weiße Kalkfelsen einen seltsamen Gegensatz zu demschwarzen Wolkenhimmel bilden. Sie halten, aber fahrennicht an: denn das Ufer ist völlig unwegsam. Das Schiffwird nach und nach von den unheimlichen Reisenden geräumt,die nun zu Fuß weiter reisen, während der Fischer zu demandern User der Meerenge zurückkehrt, nachdem er den selt-samen Dienst geleistet hat, für den er Hütte und Besihtbuman dieser unheimlichen Küste empfängt." Hier endigte er undder Kaiser versetzte:
„Wenn Procopius wirklich dies Mährchen erzählt, gelehr-ter Agelastes, so beweis't dies, daß der berühmte Geschicht-schreiber dem heidnischen Glauben über das zukünftige Schick-