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Völker enthält, so erblicken wir hier mehr als einen, der unsdurch alte Bekanntschaft dunkel vertraut scheint. Hier ist z. B.ein Robert, Herzog von der Normandie genannt, der einehübsche Schaar von Grafen befehligt, welcher Titel unsnur zu wohl bekannt ist, von Earls, ein uns völlig unbe-kanntes Wort, aber vermuthlich ein barbarischer Ehrentitel,und von Rittern, deren Namen, wie uns deucht, haupt-sächlich aus dem Französischen, aber auch noch aus einemandern Kauderwälsch gemacht sind, das wir nicht verstehenkönnen. Ihr, ehrwürdigster und gelahrtester Patriarch, könntuns wohl hierüber die beste Auskunft geben."
„Die Pflichten meines Standes," versetzte Per PatriarchZosimus, „haben mich in reiferen Jahren von dem Studiumder Geschichte entfernter Reiche abgehalten; aber der weiseAgelastes, der so viele Bücher gelesen hat, als die berühmteBibliothek von Alsrandrien enthielt, kann gewiß auf dieFragen Cw. kaiserlichen Majestät antworten."
Agelastes stellte sich auf die unermüdlichen Beine, dieihm den Spitznamen Elephant verschafft hatten, und gab aufdie Erkundigungen des Kaisers eine Auskunft, die sich mehrLurch Bereitwilligkeit als durch Richtigkeit auszeichnete. „Ichhabe," sagte er, „in den Werken des gelehrten Procopius,diesem Hellen Spiegel, der die Zeiten unserer Väter wieder-strahlt, gelesen, daß das Volk, welches man durch die NamenNormannen und Angeln unterscheidet, in der Wirklichkeit einund dasselbe Volk ist, und daß die Normandie, wie sie oftgenannt wird, ein Stück von Gallien ausmacht. Jenseitsderselben und ihr fast gegenüber, aber durch eine Meerengegetrennt, liegt ein schauerliches Land, immer von Wolken undStürmen belastet, das bei den Nachbarn auf dem Festlandeals der Aufenthalt der abgeschiedenen Geister bekannt ist. Auf