Druckschrift 
17 (1851) Graf Robert von Paris
Entstehung
Seite
77
Einzelbild herunterladen
 

77

so dem übrigen Heer, dessen Vorhut die Waräger als desKaisers nächste Bedeckung bilden sollten, de» Durchgang sichernwürde. Die wohlbekannten Schaaren der sogenannten Un-sterblichen folgten zunächst: sie machten den Kern des Heeresans und bildeten das Centrum und die Nachhut. ObgleichAchilles Tatiuö, der getreue Akolnthos des Kaisers, darüberverdrüßlich war, daß er die Nachnut, die er für sich und seinetapferen Krieger gewünscht halte und die der gefährliche Punctdamals war, nickt einnehmen sollte, so fügte er sich doch gerneden Anordnungen des Kaisers, die für die Sicherheit der kai-serliche» Person und des ganzen Heeres die zweckmäßigstellwaren.

So wie die kaiserlichen Befehle schleunigst abgeschicktworden waren, so wurden sie auch schnell und genau ausge-sührt, um so mehr als sie einen Rettungsweg «»gaben, andem selbst die ältesten Krieger fast verzweifelt waren. Wäh-rend deS tobten Zeitraums, wo, wie der göttliche Homer sagt,Götter und Menschen zugleich schlummern, hatte die Klugheitund Wachsamkeit eines Einzigen dem ganjen römischen HeereRetlung verschafft. Kaum berührten die ersten Moraenstrah-len die Gipfel der Gebirgspässe, so wurden sie auch schon vonden stählernen Helmen und Sperren der Syrer zurückgeworfen,die unter dem Befehl des Monastras standen, der mit seinemStamm dem Kaiserreich ergeben war. Der Kaiser, an derSpitze seiner getreuen Waräger, zog durch die Pässe, um »achder Stadt Laodicäa hin den gewünschten Vorsprung zu ge-winnen, wodurch ein Zusammentreffen mit Len Barbaren ver-hütet werden sollte.

Es war ein schönes Bild, als der dunkle Haufen dernordischen Krieger, der den Vorlrab bildete, langsam undabgemessen Lurch die Gebirgspässe zog, Felsen und Abgrüudc