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den Feinden Ungläubige waren, jedoch dem römischen Diensttreulich zugcthan und ergebene Sclaven des Kaisers, dem siedie verlangte Auskunft über die Stellung seines Feindes Jez-degerd hinterbrachten. Diese Leute brachten die Auskunft erstlange nach der Stunde, wo sich der Kaiser zur Ruhe zu be-geben pflegt.
„Trotz dieser Störung in der Zeiteintheilung hielt unserkaiserlicher Vater, der die Ceremonie des Auskleidens aufge-schvben hatte, da der Augenblick so wichtig war, bis tief indie Nacht Rath mit seinen weisesten Feldherrn, Männern,deren tiefer Verstand eine untergehende Welt gerettet habenwürde und die sich nun beriethen, was in den gegenwärtigenUmständen zu thun sein möchte. Und so dringend war dieStunde, daß man die gewöhnlichen Vorschriften des Haushaltsvernachlässigte: denn ich habe von Augenzeugen gehört, daßdas kaiserliche Bett in dem Versammlnngszimmer ausgebreitetwurde und daß die heilige Lampe, Las sogenannte Lickt desRaths, das immer brennt, wenn der Kaiser selbst den Vorsitzbei de» Berathungen seiner Diener führt, in dieser Nacht(was in unseren Annalen unerhört ist) mit unparfümirtemOel gefüllt war!!"
Die schöne Vorleserin machte hier eine Geberde, die hei-ligen Abscheu ausdrückte, und die Zuhörer bezeigten ihr Mit-gefühl durch ähnliche Zeigen: wir sagen hierüber nur so viel,daß der Seufzer des Achilles Tatius sehr pathetisch klang,während das Stöhnen Agelastes des Elepbanten furchtbar-bestialisch lautete. Hereward schien wenig gerührt, nur etwaserstaunt über das Betragen der Anderen. Die Prinzessin,nachdem sie ihren Zuhörern die nöthige Zeit vergönnt hatte,ihr Mitgefühl auszudrücken, fuhr also weiter fort:
»In dieser traurigen Lage, wo selbst die begründetsten