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16 (1851) Die Braut von Lammermoor
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wegs zwischen dem Thurme und den Sandhügeln, nordwärtsvon Wolfshope befand. Er sah ihn, den verhängnißvollenOrt erreichen, aber er sah ihn nicht mehr über denselbenhinaus.

Der Colonel Ashton, vor Rachsucht wüthend, war schonim Feld. Er durcheilte das Moorland mit Ungestüm undwarf ungeduldige Blicke nach dem Thurme, ob sein Gegnerbald erschiene. Die Sonne war aufgegangen und ihre großeScheibe zeigte sich im Osten über der See, so daß er leichtden Reiter bemerken konnte, der mit einer Eile, die der scini-gen nichts nachgab, auf ihn zuritt. Mit einmal wurde dieGestalt unsichtbar, als wäre sie in die Lüfte verschwunden.Er rieb sich die Augen, als wenn er eine Erscheinung gesehenhätte, und eilte dann dem Orte zu, in dessen Nähe sich Bal-dcrstone zu ihm gesellte, der von der anderen Seite herbei-kam. Man fand keine Spur mehr von Roß oder Reiter,man bemerkte nur, daß die letzten Winde und die hohe Fluthdas gewöhnliche Bereich des Triebsandes sehr ausgedehnt, unddaß der unglückliche Reiter, wie die Spuren des Huftrittsbewiesen, in seiner ungestümen Eile den festen Sand an demFuße des Felsens verfehlt, und den kürzesten und gefährlich-sten Weg genommen hatte. Ein einziges Zeichen seines Schick-sals wurde entdeckt. Eine große schwarze Feder von seinemHute wurde von den spielenden Wellen und der schwellendenFluth zu Calebs Füßen getrieben. Der alte Mann hob sieauf, trocknete sie, und steckte sie in seinen Busen.

Die Bewohner von Wolfshope wurden nun zu Hülfegerufen, und versammelten sich am Orte, einige am Ufer,andere in ihren Booten, aber ihr Suchen führte zu nichts.Der tiefe Triebsand gab, wie es in einem solchen Fall zusein pflegt, seine festerfaßtc Beute nicht zurück.