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16 (1851) Die Braut von Lammermoor
Entstehung
Seite
226
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reiid der Nacht von Osten geweht, und wälzte die Fluth nähergegen die Klippen, worauf das Schloß stand."

Beim ersten Morgenschimmer begab sich Calcb Baldcrstonewieder zn der Thüre von Ravenswoods Schlafgemach. Durcheine Ritze derselben sah er ihn damit beschäftigt, zwei oderdrei Schwerter zu messen, die in einem anstoßenden Cabinettelagen, und er hörte ihn, als er eine dieser Waffen erwählte,die Worte murmeln:Es ist kürzer mag er diesen Vor-theil haben, wie er jeden anderen hat."

Ans diesem Allen erkannte Caleb Balderstone nur zn wohl,was sein Herr vor habe, und wie vergeblich seine Dazwischen-knnft sein müsse. Kaum hatte er die Zeit, sich von der Thürezurückznziehcn, so schnell trat sein Herr ans dem Gemach, umnach dem Stalle hinnnterzugehen- Der treue Diener folgte,und Lurch den unordentlichen Anzug und die bohlen Blickeseines Herrn wurde seine Vermuthnng bestätigt, daß derselbedie Nacht ohne Schlaf und Ruhe hingebracht habe. Er fandihn damit beschäftigt, sein Pferd zu satteln, und mit stottern-der Stimme und zitternden Händen bat er ihn, dies Geschäftihm zn überlassen. Ravenswood lehnte seinen Beistand durchein stummes Zeichen ab. Er führte sein Thier in den Hof,und mar grade ihm Begriff anfzusteigen, als der alte Diener,dessen Furcht nun der Haupteigenschaft seines Gemüthes, derfesten Treue gewichen war, sich zu Ravcnswood's Füßen warf,und die Kniee desselben umfaßte, während er ansrief:Ach,Sir! ach, Herr! tobtet mich, wenn Ihr wollt, aber geht nichtdiesen gefährlichen Gang! Ach, mein lieber Herr, nur heutewartet noch der Marquis von A kommt morgen, undAlles wird gut werden."

»Ihr habt keinen Herrn mehr, Calcb," sagte Ravenswood,