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16 (1851) Die Braut von Lammermoor
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Ihr habt sic drei Monate gewartet," sagte das glieder-lahme Weib,und Ihr habt zwei rothe Goldstücke erhalten,oder ich irre mich sehr."

Ja, ja," antwortete Allste mit einem giftigen Lächeln,und Sir William Ashton hat mir einen schönen, rothen Rockdafür versprochen einen Pfahl und eine Kette und einTheerfaß. Was haltet Ihr von einem solchen Trinkgeld,wofür man mehr als achtzig Nächte immer früh auf und spätzu Bette war bei seiner kränklichen Tochter? Aber er kannsein Geschenk für seine eigene Frau behalten, Gevatterinnen."

Ich habe sagen hören," sagte Annie Winnie,daß dieLady Ashton ein pfiffiges Weibsbild wäre."

Seht Ihr sie dort," sagte Frau Gourlay,wie sie aufihrem grauen Wallach stolz znm Kirchhof hinansrcitet? sohübsch und schöngeputzt sie auch dahinreiten mag; so stecktdoch mehr Teufelei in dem Weib als in den schottischen Hexen,die je bei Mondschein über North-Berwick Law geflogen sind "

Was päppelt ihr da von Hexen, verfluchte Vetteln?"sagte Johnny Mortheuch;wollt ihr eure Schelmereien selbstauf dem Kirchhofe treiben, und der Braut und dem Bräuti-gam ein Leid zufügen? Macht, daß ihr heim kommt, dennwenn ich meinen Stock in Bewegung setze, dann sollt ihr mirden Weg geschwinder finden, als es euch lieb ist."

Gemach, Herrchen!" antwortete Allste Gourlay,wie wirso vornehin thnn in unserem schwarzen Rock und wohlgepuder-tem Kopfe, als wenn wir es nie gekannt hätten, was Hungerund Durst heißt! Ohne Zweifel werden wir heute Abenddie Geige kratzen auf dem Schloß mit andern Bierfiedlernder Nachbarschaft. Laßt sehen, ob die Wirbel halten, Johnny das ist Alles, Mann."