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16 (1851) Die Braut von Lammermoor
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ten Laune zu sein. Sie betrachtete mit einer Art von mädchen-hafter Neugier die verschiedenen Anzüge und andere Dinge,welche für die Mitglieder der Familie in Bereitschaft gesetztworden waren.

Der Morgen brach klar und heiter an. Die Hochzeits-gäste strömten in glänzenden Haufen von allen Seiten herbei.Nicht allein die Verwandten von Sir William Ashton, dieedlen Stammesgenoffen seiner Lady und die zahlreichen Freundeund Verwandten des Bräutigams waren glänzend berittenund festlich geschmückt bei dieser feierlichen Gelegenheit zu-gegen, sondern fast jede presbyterianische Familie von Rangauf fünfzig Meilen in der Runde beeilte sich, sich bei diesemAnlasse cinznfinden, den man als eine» Triumph über denMarquis von A betrachtete. Reichliche Erfrischungen er-warteten die Gäste bei ihrer Ankunft, und als sie genommenwaren, hieß es zn Pferde. Die Braut wurde von ihremBruder Heinrich und ihrer Mutter herbeigeführt. Die Fröh-lichkeit, die sie am vergangenen Tage gezeigt hatte, war einertiefen Schwermnth gewichen, die jedoch diesem ernsten Augen-blicke nicht unangemessen war. Es war ein Glanz in ihrenAugen und-eine Farbe auf ihren Wangen, die man seit langean ihr nicht mehr gesehen hatte, und die in Verbindung mitihrer großen Schönheit und dem Reichthnm ihres AnzugSbewirkten, daß ihr Eintritt mit allgemeinem Beifallsgemurmelbegrüßt wurde, worin sich die Damen selbst nicht enthaltenkonnten, einzustimmen. Während man sich zum Ritt anschickte,tadelte Sir William Ashton, ein Mann des Friedens und derFörmlichkeit, seinen Sohn Heinrich, daß er sich ein überlanges,seinem Bruder, dem Colonel Ashton gehöriges Schwert, ange-gürtet habe.

»Wenn du bei diesem friedlichen Anlässe," sagte er, »eine