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16 (1851) Die Braut von Lammermoor
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Herr von RavenSwood," sagte er in einem versöhnlichenTone,ich glaube eS nicht verdient zu haben, daß Ihr meinerFamilie diese Schande anthut. Wenn Ihr Euer Schwert ein-steckcn, und mir in mein Studierzimmer folgen wollt, so willich Euch durch die überzeugendsten Gründe von der NutzlosigkeitEures gegenwärtigen unregelmäßigen Verfahrens überzeugen."

Morgen, Herr morgen morgen will ich Euch in dieLänge zuhören," unterbrach ihn Ravcnswood;der heutigeTag hat sein eigenes heiliges und unaufschiebliches Geschäft."

Er wies nach der Thüre, und Sir William verließ dasGemach.

Ravenswood steckte sein Schwert ein, er spannte die Pistoleab, und barg sie in den Gürtel, dann ging er nachdenkend nachder Thüre des Zimmers, die er verriegelte, er kehrte um,nahm seinen Hut von der Stirne, und sagte, indem er Lucie mitAugen anblickte, worin der Ausdruck des Schmerzes den derjüngsten Heftigkeit verdrängt hatte, und indem er seine herab-fallenden Locken aus dem Gesichte streifte:Kennt Ihr mich,Miß Ashton? ich bin immer noch Edgar Ravenswood."Sie blieb stumm, und er fuhr mit einer wachsenden Heftigkeitfort:Ich bin immer noch der Edgar Ravenswood, der ausNeigung zu Euch der heiligen Pflicht, Rache zu suchen, wozubeleidigte Ehre ihn verband, entsagte- Ich bin der Ravens-wood, der wegen Euch verzieh, ja die Freundeshand reichtedem Unterdrücker und Plünderer seines Hauses, dem Verleum-der und Mörder seines Vaters."

Meine Tochter," antwortete Lad» Ashton, ihn unterbrechend,kann die Gleichheit der Person nicht in Zweifel ziehen; diegiftige Sprache, die Ihr gegenwärtig führet, erinnert sie hin-länglich, daß sie mit dem Todfeind ihres Vaters spricht."

Ich bitte, geduldet Euch, Madame," antwortete Ravens-