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16 (1851) Die Braut von Lammermoor
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worfen. Laßt cs also sein, sage ich, kraft meines Berufs bitteich Ew. Gnaden, auf diesen heilsamen Vorschlag einzugehen."

Nimmer!" antwortete Lady Ashton, deren Wuth nun denersten Schrecken überwunden hattenimmer soll dieser Mannim Geheimen mit meiner Tochter sprechen, welche die verlobteBraut eines Anderen ist! Verlasse dies Zimmer, wer will, ichbleibe hier- Ich fürchte weder seine Wuth noch seine Waffen,obgleich Andere (sie sagte dies, indem sie auf den ColonelAshtonblickte), die meinen Namen führen, dadurch mehrbewegt werden."

Um Gotteswillen, Madame," antwortete der würdige Geist-liche,gießet kein Oel in's Feuer. Der Herr von Ravenswoodkann, ich bin dessen gewiß, gegen Euer Zugegensein nichts ha-ben, wenn er den Gesundheitszustand der jungen Lady undEure Mutterpflicht erwägt. Ich selbst will auch bleiben; viel-leicht, daß meine grauen Haare den Zorn verscheuchen."

Ihr mögt also thun, Sir," sagte Ravenswood,und LadyAshton mag ebenfalls bleiben, wenn sie cs für geeignet hält;doch laßt alle Anderen hinausgehen."

Ravenswood," sagte der Colonel Ashton, indem er beimHinausgehen an ihm vorbeiging, Ihr sollt mir Rede stehen,ehe es lange währt."

Sobald es Euch gefällt," versetzte Ravenswood.

Und ich," sagte Bncklaw mit einem halben Lächeln,habeeinen älteren Anspruch an Eure Muße, eine Rechnung, dieschon alt ist."

Macht Eure Anstalten," sagte Ravenswood;laßt michnur heute in Ruhe, und morgen soll es auf Erden kein angele-gentlicheres Geschäft für mich geben, als Euch alle Genug-thuung zu gewähren, die Ihr wünschen könnt."

Die andern Herren verließen das Gemach; nur Sir Wil-liam Ashton zögerte.