Malise hielt. Sag im Ernst, bist du nicht froh, daß du ihnso gut lvs geworden bist?"
„Frage mich nichts, lieber Heinrich," sagte seine unglück-liche Schwester; „wenig Dinge können sich noch ereignen, diemich froh oder traurig machen können in dieser Welt."
„Das ist's, was alle junge Bräute sagen," sagte Heinrich,„und darum sei nicht niedergeschlagen, Lucie, denn in zwölfMonaten wirst du ein anderes Lied singen. Ich bin Braut-führer, und reite vor dir zur Kirche, und alle unsere Freundeund Verwandten und alle die von Bucklaw reiten im Zuge.Ich Hab' ein Kleid mit Scharlach verziert und einen Federhutund ein Degengehenk, doppelt mit Gold eingefaßt, und einenDolch statt eines Säbels. Ein Säbel wäre mir lieber ge-wesen, aber mein Vater will nichts davon wissen. Alle dieseDinge und noch hundert andere kommen heute Abend vonEdiuburg mit dem alten Gilbert und den Lasteseln. Sobaldsie ankommen, will ich sie dir bringen und zeigen."
Das Geplauder des Knaben wurde durch die Ankunft vonLady Ashton unterbrochen, die über die Zögerung ihrer Tochteretwas beunruhigt war. Mit ihrem süßesten Lächeln faßte sieLucien beim Arm und führte sie nach dem Zimmer, wo ihreGegenwart erwartet wurde.
Hier waren nur zugegen Sir William Ashton und ColonelDouglas Ashton, der letztere in vollständiger Uniform, Buck-law im Putz des Bräutigams, Craigengelt, auf Kosten seinesPatrons vom Scheitel bis zu den Sohlen neu herausgestutzt,und der ehrwürdige Bidethebent, da die Gegenwart eines Geist-lichen bei allen außerordentlichen Feierlichkeiten in streng-pres-bytcrianischen Familien ein Haupterforderniß war-
Weine und Erfrischungen standen auf einem Tische, aufwelchem die Schriften zur Unterzeichnung bereit lagen.