Druckschrift 
16 (1851) Die Braut von Lammermoor
Entstehung
Einzelbild herunterladen
 

Zweiunddreitzigstes Kapitel.

Welch schöne Namen, wenig gleichen sieDen krihelhaften Unterschriften hie!

Die Schrift des Bräutigams ist fest und starkWie Fichtenbäume in der Waldesmark,

Und die der Braut ist so behend und leicht,Daß man sie füglich dem Jasmin vergleicht.

Crabbe.

St. Juda, die von Lucie selbst ausbedungene letzte Frist,war da, und, wie wir bereits gesagt haben, weder Briefenoch Nachrichten von Ravenswood. Aber Nachrichten warenda von Bucklaw und von seinem trauten Genossen Craigen-gelt, die am frühen Morgen ankamen, um die Verlobung zuvollziehen, und das Nöthige zu unterzeichnen.

Der Heirathsvertrag war von Sir William Ashton selbstmit Sorgfalt verfaßt worden, und es war aus Rücksicht aufden Gesundheitszustand von Miß Ashton beschlossen worden,daß außer den unmittelbar betheiligten Personen Niemand beider Unterzeichnung der Pergamente zugegen sein sollte. Eswar ferner bestimmt worden, daß den vierten Tag nach Unter-zeichnung des Contracts die Vermählung gefeiert werden sollte,eine Maßregel, die Lady Ashton für gut hielt, um zu verhüten,daß Lucie von Neuem auf ihre alte Widersetzlichkeit verfiele.Doch dies war allem Anschein nach nicht zu befürchten. Sie