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16 (1851) Die Braut von Lammermoor
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den ist, so bitte ich Euch, ohne Zusatz und Wegnahme denBrief nochmals zu schreiben, den Euch Eure geehrte Mutterdictirt hat. Ich werde ihn einen Weg gehen lassen, auf demer sicher ankommen soll, so daß Ihr, verehrte junge Dame,wenn Ihr keine Antwort erhalten sollt, den nvthwendigenSchluß ziehen müsset, daß der Mann im Stillen auf diesenüblen Vertrag verzichtet, den er vielleicht nicht gerne directaufheben mag."

Lucie erfaßte begierig den Vorschlag des würdigen Geist-lichen. Ein anderer Brief wurde geschrieben in denselbenWorten wie der frühere, und Mr. Bidethebent beauftragtedamit Saunders Mooshine, einen eifrigen Kirchenältesten zuLande und einen eben so kühnen Schmuggler zur See. Aufdie Empfehlung seines Pfarrers versprach es Saunders gerne,den Brief richtig an den Hof, wo sich der Herr von Ravens-wood gerade befand, gelangen zu lassen.

Dieser Rückblick war nöthig, um die Zusammenkunft vonMiß Ashton, ihrer Mutter und Bucklaw zu erläutern, diewir in einem früheren Capitel beschrieben haben.

Lncie glich nun dem Segler, der, während er durch einenstürmischen Ocean getrieben wird, zu seiner Rettung ein Bretterfaßt; seine Kräfte nehmen mit jedem Augenblicke mehr ab,und das tiefe Dunkel wird nur von dem Schimmer der Blitzeerhellt, die dem Schwimmer die schäumenden Wogen zeigen,unter denen er bald begraben sein wird.

Woche verging auf Woche und Tag auf Tag. St. Jndäkam heran, die letzte Frist, die sich Lucie gesetzt hatte, undweder ein Brief noch eine Nachricht von Ravenswood war da-