und der Colonel Douglas werden die Gute haben, ihr unge-schmälert die Zeit zu vergönnen, um ihren Entschluß zu fassen."
„Sir," sagte Miß Ashtvn, „Ihr seid großmüthig."
„Was das belangt, Madame," antwortete Bucklaw, „so willich weiter nichts sein als ein offener, gutherziger Kerl, der Euch,wie schon gesagt, gerne glücklich machen will, wenn Ihr es ihmerlauben wollt, und wenn Ihr ihm zeiget, wie er'ö zn machen hat."
Nachdem er dies gesagt hatte, grüßte er sie mit mchrTheil-nahme, als sich mit seiner gewöhnlichen Stimmung vertrug, undnahm Abschied. Lady Ashto», die ihn begleitete, versicherte ihn,daß ihre Tochter seiner aufrichtigen Neigung volle Gerechtigkeitwiderfahren ließe, und sie bat ihn, vor seiner Abreise Sir Wil-liam zn sprechen, „da wir," sagte sie, indem sie einen scharfenBlick auf Lncie zurückwarf, „auf St. Judä alle bereit seinmüsse», zu unterzeichnen und zu siegeln."
„Zu unterzeichnen und zn siegeln!" wiederholte Lncie mitdumpfer Stimme, als die Thüre des Zimmers zugemacht war —„zu unterzeichnen und zu siegeln — es zu thun und zu sterben!"und ihre abgemagerten Hände faltend, sank sie wie erstarrtin ihren Sessel zurück.
Aus diesem Zustande wurde sie erweckt durch dasHcreinstür-men ihres Bruders Heinrich, der sie schreiend an das Verspre-chen erinnerte, iihm zwei Ellen fleischfarbiges Band für dieSchleifen seiner neuen Strumpfbänder zu geben. Lucie stand aufmit der geduldigsten Fassung, und nachdem sie ein kleines elfen-beinernes Kästchen geöffnet hatte, suchte sie das Band, das derKnabe brauchte, maß cs genau ab, zerschnitt es in die gehörigenLängen, und knüpfte cs, wie es die Laune des Knaben heischte.
„Mache das Kästchen noch nicht zu," sagte Heinrich, „denn ichmuß ein wenig von deinem Silberdraht haben, um die Schellenan den Fußbändern meines Falken zu befestigen, — und doch ist