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und meine liebe Lucie selbst muß so denken, daß, da diese unwür-dige Person keine Antwort auf ihren Brief gegeben hat, dasStillschweigen in diesem Falle wie in allen anderen Fällen füreine Einwilligung zu halten ist, und daß ein Vertrag für aufge-löst gehalten werden muß, wenn die Parteien nicht mehr daraufbestehen. Sir William , der cs am besten weiß, ist hierüber imReinen, und also, meine theure Lucie —"
„Madame," sagte Lucie mit ungewohnter Energie, „drängtmich nicht weiter. Wenn dies unglückliche Versprechen zurückge-geben sein wird, dann sollt Ihr über mich verfügen, wie ich Euchschon gesagt habe. Bis dahin wäre es eine schwere Sünde vorGott und Menschen, wenn ich thäte, was Ihr verlangt."
„Aber, meine Liebe, wenn dieser Mann in seinem Schweigeneigensinnig verharrt —"
„Er wird nicht schweigen," antwortete Lucie, „es sind sechsWochen, daß ich ihm eine Abschrift meines früheren Briefesdurch eine sichere Hand zuschickte."
„Du hast es nicht — du konntest es nicht — du durftest esnicht," sagte Lady Ashton mit einer Heftigkeit, die sich mit demTone, den sie angenommen hatte, wenig vertrug, doch sie ver-besserte sich augenblicklich, und sagte in dem gelindesten Tonedes Vorwurfs: „Meine theuerste Lucie, wie hast du an soetwas denken können ?"
„Laßt das," sagte Bucklaw, „ich achte Miß Ashton wegen ihrerDenkweise, und ich wünsche nur, ich wäre selbst ihr Bote gewesen."
„Und sagt, Miß Ashton," sagte ihre Mutter spöttisch, „wielange müssen wir auf die Rückkehr Eures Geisterboten, EuresPacolets warten, da unsere gemeinen Boten von Fleisch undBlut mit dieser Sache nicht beauftragt werden konnten?"
„Ich habe Wochen, Tage, Stunden und Minuten gezählt,"sagte Miß Ashton, „ehe noch eine Woche vergeht, muß ich eine