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16 (1851) Die Braut von Lammermoor
Entstehung
Seite
164
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Mein werther Bucklaw", sagte Lady Ashton,laßt mich Lu-ciens Schüchternheit entschuldigen. Ich sage Euch in ihrer Ge-genwart, daß sie bereits eingewilligt hat, sich durch ihren Vaterund mich in dieser Sache leiten zu lassen. Lucie, meine Liebe,"fügte sie hinzu mit jener Zartheit des Tones und der festenEntschlossenheit, die wir bereits bemerkt haben,Lucie, meineTheuerste! sprich für dich selbst, ist es nicht so, wie ich sage?"

Ihr Opfer antwortete mit zitternder und hohler Stimme:Ich habe versprochen, Euch zu gehorchen doch unter einerBedingung."

Sie meint," sagte Lady Ashton, an Bucklaw sich wendend,daß sie eine Antwort auf die Forderung erwartet, die sie an denMann in Wien oder Regcnsburg oder Paris oder wo er ist,gestellt hat, damit er sie des Versprechens entbinde, wozu er siclistig verlockt hat. Ich bin davon überzeugt, mein theurerFreund,Ihr werdet es nicht für Unrecht halten, daß sic cs mit dieserSache so genau nimmt, denn wahrhaftig, es betrifft uns Alle."

Sehr wahr, vollkommen richtig," sagte Bucklaw, und halbsang er, halb sprach er den Schluß des alten Liedes

..Die alte Lieb' sei abgcthan,

Eh' man fängt mir der neuen an."

Doch ich dachte," fuhr er fort,Ihr könntet schon sechsmal vonRavenswood eine Antwort haben. Verdammt, wenn ich nichtLust habe, selbst eine zu holen, wenn mich Miß Ashton mitdem Auftrag beehren will."

Bei Leibe," sagte Lady Ashton,wir haben die größte Mühegehabt, Douglas, für den es sich besser geschickt haben würde, voneinem so raschen Schritte abzuhalten, und qlaubtJhr, daß wir esEuch erlauben würden, mein guter Freund, der uns fast eben sotheuer ist, zu einem verzweifelten Manne in so verzweifelter Sachezugehen? JnderThat, alle Freundeder Familie sind der Meinung,