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16 (1851) Die Braut von Lammermoor
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Aufmunterung dazu gegeben habe. Ec bemerkte, das ein Ver-trag inter minores, ohne Zustimmung der natürlichen Curato-ren seiner Tochter, nichtig und rechtsungültig wäre. Dieservoreilige Schritt," fügte er hinzu,habe einen sehr schlimmenEindruck auf Lady Ashton gemacht, den man für den Augen-blick nicht beseitigen könne. Der Colonel Donglas Ashtonhabe die Borurtheile seiner Mutter in ihrem ganzen Maße an-genommen, und es wäre Sir William unmöglich, ein ihnen miß-fallendes Ziel zu verfolgen, ohne mit seiner Familie auf immerzu brechen, woran für jetzt nicht zu denken sei. Die Zeit, diesergroße Arzt," hoffte er,würde Alles gut machen."

In einer Nachschrift sagte Sir William etwas deutlicher,daß, ehe er es zugäbe, daß das schottische Recht in Betreffder Baronei Ravenswood eine Demüthigung erlitte durch denUmstoß des Urtheils der obersten Gerichtshöfe Schottlands,und zwar durch Einschreitung eines Appellationsgerichtes, daser als ein fremdes betrachten müsse, er sich lieber außergericht-lich zu den größten Opfern verstehen würde."

Von Lucie Ashton erhielt Ravenswood auf unbekanntemWege die folgenden Zeilen:Ich habe Euer Schreiben erhalten,doch es war mit der größten Gefahr. Versucht es nicht, mirwieder zu schreiben, bis die Zeiten besser sind. Ich bin scharfbewacht, doch ich will meinem Worte treu bleiben, so lange mirder Gebrauch meiner Vernunft vergönnt ist. Daß Ihr glück-lich seid, ist ein Trost für mich, den meine Lage so sehr be-darf" Das Briefchen war unterzeichnet L. A.

Diese Zeilen erfüllten Ravenswood mit der äußerstenUnruhe.Ungeachtet des Verbotes machte er manchen Versuch, Briefe anMiß Ashton gelangen zu lassen, und eine Zusammenkunft mitihr zu erlangen; aber seine Pläne wurden vereitelt, und ererkannte es zu seinem Verdrusse, daß scharfe und wirksame