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16 (1851) Die Braut von Lammermoor
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neu lieben, jungen Freund, den Herrn Navenswood, und vonder ganz außerordentlich hohen Achtung für den Marquis vonA, seinen sehr wcrthen, alten Freund. Er drückte die Hoff-nung ans, daß die Maßregeln, die man in Betreff seiner zunehmen für gut finden würde, mit allen Rücksichten, welcherichterliche Entscheidungen und Urtheile in koro contentiosnverdienten, ergriffen werden möchten. Er betheuerte vor Gottund Menschen,daß, wenn das schottische Recht, wie es inden obersten Gerichtshöfen erklärt worden sei, in dem eng-lischen Hanse der Lords umgestoßen werden sollte, die Uebel,welche daraus für die Gesammthcit entspringen würden, sei-nem Herzen eine tiefere Wunde schlagen würden, als der Ver-lust cS könnte, den er durch ein so unregelmäßiges Verfahrenerleiden sollte. Er pries Großmuth und gegenseitige Verge-bung hoch an, und deutete auf die Unbeständigkeit menschlicherDinge, den Lieblingsgedanken einer schwachen politischen Par-tei. Feierlich beklagte er, und milde tadelte er die Eile, womitman ihn seiner Stelle als Lord Keeper, die er vermöge seinerErfahrung zum großen Nutzen der Gesammthcit verwaltenkonnte, entkleidet habe, ohne ihm Gelegenheit vergönnt zu haben,zu erklären, wie weit seine politischen Grundsätze von denen derjetzigen Machthaber verschieden wären. Er war überzeugt, daßder Marquis von A so aufrichtig das allgemeine Beste wolle,wie er selbst oder irgend einer, und wenn sie sich bei einer Con-ferenz über die Mittel hätten verständigen können, dasselbe zubefördern, so würde er mit seinem Eifer und seiner Erfahrungder neuen Verwaltung wohl zur Hand gegangen sein. Uebcrdas Verhältniß zwischen Ravenswood und seiner Tochter spracher trocken und unentschieden. Er bedauerte, daß ein so voreiligerSchritt, wie ein Berlöbniß zwischen jungen Leuten, gethan wor-den wäre, und er beschwor Navenswood zu bedenken, daß er keine