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16 (1851) Die Braut von Lammermoor
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Maßregeln getroffen worden wären, um jede Correspondcnzzu verhindern. Ravenswood war über diesen Umstand nm somehr betroffen, als er seine Abreise von Schottland auf diewichtige Sendung, die ihm übertragen worden war, nicht län-ger verschieben konnte. Vor seiner Abreise legte er den Briefvon Sir William Ashton in die Hände des Marquis von Anieder, der lächelnd bemerkte,daß die Gnadenzeit für SirWilliam vorbei sei, und daß derselbe nur lernen möge, welcheSeite des Zauns die Sonne jetzt beschiene." Nur mit großerMühe erpreßte Ravcnswood vom Marquis das Versprechen,den Rechtsstreit im Parlamente beilegen zn wollen, wenn sichSir William geneigt bezeigen sollte, in eine Verbindung zwi-schen Ravcnswood und Lncie Ashton einznwilligen.

Ich würde schwerlich zugebe»," sagte der Marquis,daßIhr Euer Geburtsrecht so wcgwürfct, wenn ich nicht vollkom-men überzeugt wäre, daß Lady Ashton oder Lady Douglas,oder wie sie sich nennen mag, auf ihrem Kopf bestehen, unddaß ihr Mann es nicht wagen wird, ihr zu widersprechen."

Dennoch hoffe ich," sagte Ravenswood,daß Ew. Herr-lichkeit mein Versprechen als heilig betrachten wird?"

Verlaßt Euch auf mein Ehrenwort," sagte der Marquis,daß ich selbst der Freund Eurer Thorheiten sein möchte.Nachdem ich Euch so meine Meinung gesagt habe, will ich michbestreben, mich nach den Umständen Eurer Meinung zu be-quemen."

Der Herr von RavenSwood konnte seinem edlen Verwand-ten nnd Beschützer nur danke», und er ließ ihm Vollmachtfür alle seine Angelegenheiten. Er verließ Schottland, umseine Sendung anzutreten, die, wie man glaubte, ihn einigeMonate auf dem festen Lande halten würde.