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16 (1851) Die Braut von Lammermoor
Entstehung
Seite
151
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sich so unterschreibt, so gefalle es Euch zu erfahren, daß ichdie volle älterliche Gewalt über Miß Lucie Ashton ansprcche,und daß ich über dieselbe nnwidcrrnflich zu Gunsten einerwürdigen Person verfügt habe. Auch wenn dies nicht wäre,Sir, so möchte ich nicht auf Euren Vorschlag oder auf deneines Eurer Verwandten hören, da dieselben immer die Handerhoben haben, um die Freiheit der Unterthanen und der KircheGottes zu bekämpfen. Sir, kein flüchtiger Glücksschimmcrkann meine unerschütterliche Meinung ändern, denn oft schonhabe ich wie der heilige David den Ungerechten groß an Machtgesehen und blühend, wie ein Lorbeerbaum, doch ich ging vor-über, und sie waren nicht mehr da, und ihre Stelle kanntesie nicht mehr. Wünschend, daß Ihr dieses zu Herzen nehmenmöget, um Euretwillen, so weit es Euch betreffen kann, bitteich Euch, keine weitere Notu zu nehmen von mir, die ich zuverbleiben wünsche Eure unbekannte Dienerin

Margaretha Douglas,sonst Ashton."

Einige Tage später, nachdem er diesen höchst ungünstigenBrief erhalten hatte, fühlte sich der Herr von Ravenswood,während er durch die High Street in Edinbnrg ging, voneiner Person gestoßen, in welcher er, als der Mann den Hutabgenommen hatte, um sich zu entschuldigen, den vertrautenDiener von Sir William Ashton, Lockhard, erkannte. DerMann verbeugte sich, gab ihm einen Brief, und verschwand.Der Umschlag enthielt vier enggeschriebenc Folioseiten, ausdenen jedoch, wie es bei den Schreiben großer Rechtsgelchr-ten zuweilen der Fall ist, wenig mehr zu entnehmen war, alsdaß sich der Schreiber in großer Verlegenheit fühle.

Sir William sprach viel von seiner hohen Achtung für sei-