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Ravenswood, „und hatte wie mancher Sieger wenig Ursache,sich über seine Eroberung zu freuen"
„Gut, gut!" sagte Lord von A—, der es in Folge des ge-trunkenen Weins etwas nachläßiger mit seiner Würde nahm,— »Ich sehe, ich muß Euch bestechen, wenn ich beherbergt seinwill — Kommt, thut mir mit einem vollen Glas auf die Ge-sundheit der junge» Lady Bescheid, die in Wolfscrag vor Kur-zem schlief, und an ihrer Herberge Gefallen hatte. — MeineKnochen sind nicht so zart, wie die ihrigen, und ich bin ent-schlossen, diese Nacht ihr Schlafzimmer einzunehmen, damit icherfahre, wie hart das Lager sei, das Liebe weich machen kann "
„Ew. Herrlichkeit mag nach Belieben seine Kasteiungenwählen," sagte Ravcnswood; „aber ich versichere Euch, ichfürchte, daß sich mein alter Diener erhängt, oder von den Zin-nen stürzt, wenn Ew. Herrlichkeit ihn so überrascht — ich ver-sichere Euch, wir sind ganz und gar nicht vorgesehen."
Doch auf diese Erklärung antwortete der Marquis mitder Versicherung, „daß ihm alle Bequemlichkeiten gleichgültigwären, und daß er fest entschlossen sei, Wolfscrag zu besuchen.Sein Vorfahre," sagte er, „sei daselbst herrlich bewirthet wor-den, als er mit dem damaligen Lord Ravenswood zu der unse-lichcn Schlacht von Flodden gereist sei, wo beide gefallen wä-ren." So hart gedrängt, erbot sich Ravenswood, vorauszu-reitcn, um Alles in so gute Ordnung bringen zu lassen, alsZeit und Umstände es erlaubten; aber der Marquis wolltedie Gesellschaft seines Verwandten nicht verlieren, und gabnur so viel zu, daß ein Vorreiter dem Seneschall Caleb Bal-derstone den unerwarteten Besuch anmelden sollte.
Der Herr von Rav.enswood stieg bald darauf mit demMarquis in den Wagen, wozu ihn derselbe eingeladen hatte,nud als sie während der Reise vertrauter geworden waren,