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für ein eben so großes Verbrechen gehalten wurde, als derUnglaube der Juden und Saracenen. Er wußte es auch, daßder herrschende Hexenglaube durch den Einfluß, den er aufdie Gemüther alter, schwacher und armer Personen hatte,unter Todesfurcht und den fürchterlichsten Qualen einer grau-samen Folter oft die Geständnisse erpreßt hatte, welche dieCriminalacten von Schottland während des siebenzehntenJahrhunderts anfüllen und schänden. Doch die Erscheinungam Vormittage, mar sie eine wirkliche oder eine eingebildete,hatte sein Inneres mit abergläubischen Gefühlen erfüllt, dieer vergebens zu verscheuchen suchte. Das Geschäft, das erbei dem kleinen Wirthshause zum Fuchsbau, wo er bald an-kam, zu verrichten hatte, war nicht von der Art, seinen Geistzu zerstreuen.
Es war nvthwendig, daß er Mortsheugh, den Küster desalten Kirchshofs bei der Einsiedelei, besuchte, um Alicens Be-gräbniß zu bestellen, und da der Mann nahe bei dem Kirch-hof wohnte, so ging Ravenswood, nachdem er eine Erfrischunggenommen hatte, dem Orte zu, wo Alice beigesetzt werdensollte. Er war in einem Winkel gelegen, den ein Arm desaus den benachbarten Hügeln hervvrstürzenden Stromes bil-dete. Eine rohe Höhle in dem nahen Felsen, die im Innerendie Gestalt eines Kreuzes hatte, war die Einsiedelei, wo ir-gend ein sächsischer Heiliger in alten Zeiten Buße gethan, unddem Orte den Namen gegeben hatte. Die reiche Abtei vonColdinghann hatte später eine Kapelle in der Nachbarschafterrichtet, von der keine Spur mehr sichtbar war, obgleich derKirchhof, der sie umgeben hatte, immer noch wie bei der jetzi-gen Gelegenheit Privatpersonen zum Begräbnißplatze diente.Einige alte Eibenbäume wuchsen noch innerhalb der Mauerndes einst heiligen Bodens. Krieger und Barone waren vor