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16 (1851) Die Braut von Lammermoor
Entstehung
Seite
49
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Das Letztere schien das wahrscheinlichere, da er erst nochdiesen Morgen während ihrer Abwesenheit vom Schlosse einenBrief erhalten hatte, dessen Inhalt er Ravenswovd mitzuthci-len sich beeilte. Es war nämlich ein Bote mit einem Päckchenvon jenem Freunde angekvmmen, der uns schon bekannt ist,und der heimlich daran arbeitete, eine patriotische Verbindungzu stiften, an deren Spitze Sir Williams größter Schrecken,der thätige und ehrgeizige Marquis von A stund. DieserFreund hatte zwar von Sir William Ashton keine bestimmte,günstige Antwort aber gewiß ein sehr geneigtes Gehör erhal-ten. Er hatte dies seinem Chef mitgetheilt, und dieser letzterehatte mit dem alten, französischen Sprüchwort GiLtemi guiparle, et komme qui ecoute, I'un et I'antre va se remlre dar-auf geantwortet. Ein Staatsmann, welcher den Vorschlagzu Veränderungen ohne Einwand anhört, war nach der Mei-nung des Marquis in dem Fall, worin sich eine Festung be-findet, die unterhandelt, oder eine Dame, die znhört, undalso war er entschlossen, die Belagerung fortzusehen.

Das Päckchen enthielt einen Brief von jenem Freund undeinen andern von dem Marquis selbst an den Lord Keeper,worin diesem der Besuch jener beiden Personen ohne Umständeangckündigt wurde. Sie wären, hieß es in den Briefen, aufeiner Reise nach dem Süden, die Straße wäre ihnen gleich-gültig, und die Bewirthung in den Gasthöfen so verhaßt alsmöglich; der Lord Keeper sei mit dem einen der Schreibendenseit lange genau bekannt, und obgleich er mit dem Marquisnicht in demselben vertrauten Verhältnisse stünde, so wäreihre Bekanntschaft dcch hinlänglich, denen, welche diesem Be-such einen politischen Grund unterlegen wollten, den Mundzu stopfen. Der Lord Keeper nahm den Vorschlag ohne Be-denken an, aber er nahm sich vor, sich keinen Zoll breit weiter

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