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tet, zurück — betrachtet das Vergangene wie nicht geschehen —vergeht mich — ich will mich bemühen, mich selbst zu vergessen"
„Ihr thnt mir Unrecht," sagte der Herr von Ravenswood,„bei Allem, was mir hoch und heilig ist, Ihr thnt mir dasgrößte Unrecht. Wenn ich des Preises gedachte, womit ich EureLiebe erkaufte, so geschah es, um Euch zu zeigen, wie hoch ichdieselbeschätze, um das Band der Treue noch fester zn knüpfen,und um Euch zu zeigen, wie peinlich es für mich sein müsse,wenn Ihr je Eure Treue brechen solltet."
„Und wie, Ravenswood," antwortete Lucie, „könntet Ihrdies für möglich halten? — Wie wolltet Ihr nur an eine Un-treue von meiner Seite denken? — Ist es darum, weil ichEuch bat, mit Eurem Antrag bei meinem Vater noch einekurze Zeit zu warten? Bindet mich durch jedes Gelübde, dasIhr für gut haltet, wenn Gelübde zur Treue nichts hinzufü-gen, so können sie doch den Argwohn vermindern."
Ravenswvod vertheidigte und entschuldigte sich, ja er warfsich ihr zu Füßen, nm ihren Unwillen zu begütigen, und Luciedie eben so versöhnlich als offenherzig war, vergab ihm balddie Beleidigung, die er ihr durch seinen größeren Zweifel zu-gefügt hatte. Der Streit jedoch endigte damit, daß die Lieben-den eine sinnbildliche Ceremonie des Treuegelöbnisses vollzo-gen, von der man noch heute bei dem Volke Spuren findet.Sie zerbrachen zusammen das dünne Goldstück, welches Alicevon Ravenswvod nicht hatte annehmen wollen.
„Und nie soll das von meinem Busen kommen," sagte Lucie,als sie einen Theil des Goldstücks um ihren Hals hing, undes mit ihrem Halstuche bedeckte, „bis Ihr, Edgar Ravenswood,mich auffordert, es Euch zurückzugeben — und, so lange ich estrage, soll mein Herz keine andere Liebe bekennen als für Euch."
Unter ähnlichen Betheuerungen hing Ravenswvod den an-