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16 (1851) Die Braut von Lammermoor
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gestellt war, den letzteren zn einer solchen Sprache berechtigenkonnte. Doch machte sie den Versuch, dem Gespräch eine andereWendung zu geben, und es gelang ihr, denn auch Ravens-wood war weiter gegangen, als er gewollt hatte, und seinGewissen hatte es ihm augenblicklich verwiesen, als er im Be-griff stund, der Tochter von Sir William Ashton von Liebezu reden.

Sie nahten sich nun Alicens Hütte, die jüngst ausgebeffertworden mar, und die vielleicht einen weniger malerischen aberweit netteren Anblick, als vordem gewährte. Das alte Weibwar auf seinem gewöhnlichen Sitze unter der Hängebirke, sichmit der Sorglosigkeit des gebrechlichen Alters in den Strah-len der tzerbstsonne wärmend. Bei der Ankunft der Besucherkehrte sie ihr Gesicht denselben zu.Ich höre Eure Tritte,Miß Ashton," sagte sie,aber der Herr, der Euch begleitet,ist nicht Mylord, Euer Vater."

Und warum scheint Euch das so, Alice?" sagte Lucie;oder wie ist es Euch möglich, so richtig nach dem Schall derTritte auf die bloße Erde und in freier Luft zu urtheilen?"

Mein Gehör, Kind, ist durch meine Blindheit geschärftworden, und ich kann nun Schlüffe ziehen aus den geringstenLauten, die vormals so unbeachtet zu meinem Ohre drangen,wie jetzt zu dem Eurigen. Die Nothwendigkeit ist eine strengeaber vortreffliche Lehrerin, und wer sein Gesicht verloren hat,muß seine Wahrnehmungen aus anderen Quellen schöpfen."

Gut, Ihr hört den Tritt von einem Manne," sagte Lucie;aber warum, Alice, sollte es nicht der von meinem Vater sein?"

Der Schritt des Alters, meine Liebe, ist scheu und behut-sam der Fuß hebt sich von der Erde langsam, und senketsich zu ihr zögernd; doch dies ist der schnelle entschlosseneTritt der Jugend, den ich nun höre, und könnte ich einer