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16 (1851) Die Braut von Lammermoor
Entstehung
Seite
20
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Schönheit, die in ihren Blicken den ganzen Stolz des Hau-ses Donglas, von dem sie abstammte, zeigte. Der Maler war,sei es, daß er der Wahrheit wich, oder daß er einer geheimenLaune nachgab, ungeachtet seiner Geschicklichkeit nicht fähiggewesen, auf der Leinwand dem Gemahl den würdevollen undgebietenden Ausdruck zu geben, der den vollen Besitz häus-licher Herrschaft bezeuget- Auf den ersten Blick fiel es indie Augen, daß der Lord Keeper trotz Ehrenzeichen und gold-ner Quasten etwas unter'm Pantoffel stund. Der Fußbodendieses schönen Saals war mit reichen Teppichen belegt, eingroßes Feuer brannte in zwei Kaminen, und zehn silberneWandleuchter, die in ihren Hellen Spiegeln das Licht, das sietrugen, zurückstrahlten, verbreiteten über das Ganze eine Tages-klarheit."

Wollt Ihr irgend eine Erfrischung nehmen, Herr?" sagteSir William Ashton zu Ravenswood in der Absicht das lästigeSchweigen zu brechen.

Er erhielt keine Antwort, denn sein Gast war so eifrigmit der Betrachtung der Veränderungen, die der Raum er-fahren hatte, beschäftigt, daß er die Anrede des Lord KeeperSkaum hörte. Ein wiederholtes Anerbieten von Erfrischungenmit dem Zusätze,daß das Familienmahl bald bereit seinwürde," brachte Ravenswood zur Besinnung, und erinnerteihn,daß es schwach, vielleicht sogar lächerlich scheinen könne,wenn er sich von den Gegenständen, die ihn umgäben, Hin-reißen ließe." Er zwang sich darum, mit Sir William Ashtondie Unterhaltung anzuknüpfen, indem er so viel Gleichmuthzeigte, als ihm zu Gebote stand.

Es wird Euch nicht befremden, Sir William, daß ich anden Veränderungen Theil nehme, die Ihr zur Verschönerungdieses Saals gemacht habt. Zu meines Vaters Zeit, nach-