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16 (1851) Die Braut von Lammermoor
Entstehung
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19
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IS

Vaters Zeit die Wände dieses ansehnlichen Zimmers halbbedeckte, und halb in Fetzen von denselben herabhing, wareinem vollständigen Getäfel gewichen, dessen Kranzleisten so-wohl als Einfassungen mit Blumenkränzen und Vögeln ver-ziert waren, von denen die letzteren mit solcher Kunst in Eichen-holz geschnitzt waren, daß es schien, als schwellten ste ihreKehlen, und als schwängen sle ihre Flügel. Verschiedene alteFamilienbilder gcwaffneter Helden des Hauses Ravenswoodmit einigen alten Rüstungen und Kriegswaffen hatten denBildern von König Wilhelm und Königin Maria, von SirThomas Hope und Lord Stair, zwei berühmten, schottischenRechtsgelehrten, Platz gemacht. Auch sah man die Bildervon des Lord Keepers Vater und Mutter; die letztere sauer,zänkisch, steif, mit einer schwarzen Haube mit engen Flügeln,ein Gebetbuch in der Hand haltend der erstere, unter einerschwarzseidenen Mönchskappe, die dicht an den Schädel schloß,als wäre derselbe geschoren gewesen, zeigte ein geiziges, mür-risches Puritanergesicht, das in einem dünnen, röthlichen Bartendigte, also daß das Ganze ein Gesicht darstellte, worin sichScheinheiligkeit mit Geiz und Schelmerei stritten. Und umsolchen Vogelscheuchen Raum zu machen, dachte Ravenswvod,wurden meine Ahnen von den Wänden gerissen, die sie errich-tet hatten! Er blickte noch einmal auf die Bilder, und, wäh-rend er dies that, schien die Vorstellung von Lucie Ashton(denn sie war nicht mit in das Zimmer getreten) wenigerEindruck auf seine Einbildung zu machen. Auch waren zweioder drei holländische Possen, wie man die Gemälde vonOstade und Teniers damals nannte, mit einem guten Bildder italiänischen Schule zu sehen. Ueberdies waren noch dain Lebensgröße der Lord Keeper in seiner Amtstracht und da-neben seine Gemahlin in Seide und Hermelin, eine stolze

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