14
lassen, „Ihr vergesset, daß ich noch einige Goldstücke im Besitzhabe. Behaltet das für Euch selbst, mein alter Freund, undnoch einmal lebt wohl. Ich versichere Euch, ich habe genug.Ihr wißt, Ihr habt hausgehalten, daß uns unser Leben wenigoder nichts kosten konnte."
„Gut," sagte Caleb, „dies mag Euch ein andresmal dienen,doch seht, ob Ihr genug habt, denn zu Ehren der Familie mußden Diener» dort einige Artigkeit augethan werden, und Ihrmüsset Etwas haben, um Schau damit zu machen, wenn sie zuEuch sagen: „Herr, wollt Ihr einen Jakobus wetten?" Dannmüßt Ihr Eure Börse herausziehen und sagen: „warum soll ichnicht wollen?" Aber sorgt dafür, die Bedingungen der Wette nichtanznuehmen, und steckt Euere Börse wieder zu Euch, und —"
„Das ist unerträglich, Caleb — ich sollte wahrhaftig schondavon sein."
„Und Ihr wollt also gehen?" sagte Caleb, seines HerrnMantel loslassend, und seine didaktische Weise mit einer pa-thetisch-klagenden wechselnd — „Und Ihr wollt also gehen,trotz Allem, was ich Euch von der Prvphezeihung, und dertobten Braut, und dem Kelpiestriebsaud gesagt habe? —Wohlan! ein Mann, der will, muß seinen Weg haben. Aberschont Eures Lebens, wenn Ihr auf Vogelstellen oder auf derJagd in den Park kommt — trinkt nicht aus dem Brunnen
des Wasserweibchens-Fort ist er! wie ei» Pfeil fliegt '
er den Pfad hinunter hinter ihr drein! — Der Kopf ist heuti-ges Tages von der Familie Navenswood so rein weggenom-men, wie ich ihn von einer Zwiebel wegreiße!"
Der alte Kellermeister sah seinem Herrn lange nach, undwischte sich häufig das Wasser ab, das in seine Augen trat,damit er so lange als möglich die kräftige Gestalt desselbenunter den Reitern herausfinden könnte. „Dicht bei dem Zügel