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16 (1851) Die Braut von Lammermoor
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Zusicherung für Euren guten Rath, da ich aber nicht nachRavenswood gehe, eine todte oder lebendige Braut zu suchen,so hoffe ich einen bessern Stall für mein Pferd zu finden, alsden Kelpies Triebsand, zumal da ich denselben immer gefürch-tet habe, seit die Dragonerpatrolle vor zehn Jahren darinumgekommen ist. Mein Vater und ich sahen es vom Thnrmc,wie sie gegen die herankommende Fluth kämpften, aber siewaren verloren, ehe man ihnen Hülfe reichen konnte."

Und sie hattcn's wohl verdient, die südlichen Bengel!"sagte Caleb,was hatten sie nöthig, ans unserem Sand herum-zustreifen und ehrliche Leute zu hindern, ein Fäßchen Brannt-wein an's Ufer zu bringen? Ich habe sie das thnn sehen, undich hätte die alte Feldschlange gegen sie losgebrannt, hätte ichnicht gefürchtet, daß sie bei dem Schuß zerplatzen möchte."

Calebs Kopf war nun völlig mit den Gewaltthätigkeitender englischen Soldaten und Mauthncr beschäftigt, so daßsein Herr keine große Mühe hatte, von ihm loszukommcn, undsich seinen Gästen wieder zuzugcsellcn. Alles war nun zu ihrerAbreise bereit, und da einer von den Reitknechten des LordKeepers das Pferd von Ravenswovd gesattelt hatte, so stiegensie im Hofe auf.

Caleb hatte mit vieler Mühe die Flügel des äußeren Thoresgeöffnet, und daselbst Stand gefaßt, indem er sich bestrebte,durch eine ehrerbietige und zugleich wichtige Miene, die er sichgab, in seiner hageren, abgezehrten und dünnen Person die Ab-wesenheit einer ganzen adeligen Körperschaft von Thürstchern,Wächtern und Livreebedienten zu ersetzen.

Der Lord Keeper erwiedertc seine tiefe Verbeugung miteinem herzlichen Lebewohl, indem er sich vom Pferde bückte,und dem Kellermeister das Trinkgeld zusteckte, das zu jenerZeit immer von den abreiscnden Gästen an die Dienerschaft