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16 (1851) Die Braut von Lammermoor
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des Lord Keepers die Meute loszulassen. Der Letztere nahmdiesen Vorschlag mit Freuden an, da er dadurch Gelegenheiterhielt, Wolfscrag auszuknndschaften, und vielleicht eine Be-kanntschaft mit dem Eigenthiimer zu machen, wenn ihn dieJagd ans seinem einsamen Wohnsitze herauslocke. Lockhardwar beauftragt, seinerseits mit den Bewohnern des SchlossesBekanntschaft zu machen, und wir haben gesehen, wie er seineRolle gespielt habe.

Der zufällige Sturm war dem Lord Keeper zu seinem Plane,mit dem jungen Ravenswood Bekanntschaft zu machen, för-derlicher, als seine ausschweifendsten Hoffnungen erwartet hät-ten. Seine Furcht vor dem persönlichen Groll des jungenMannes war bedeutend vermindert worden, seit er ihm sofurchtbar durch seine Rechtsansprüche erschien und durch dieMittel, dieselben geltend zu machen. Jedoch obwohl er mitRecht glaubte, daß man nur in verzweifelten Verhältnissen zuverzweifelten Mitteln greife, so war er doch nicht ohne einegeheime Furcht, die sein Herz pochen machte, als er sich auf ein-mal innerhalb des Thurmes von Wolfscrag befand, eineswegen seiner Stärke und Einsamkeit für einen Austritt derGewalt und Rache so geeigneten Platzes. Der finstere Em-pfang, der ihnen zuerst von Ravenswood zu Theil ward, unddie Schwierigkeit, die er fühlte, diesem beleidigten Edelmannzu erklären, was für Gäste unter seinem Dache wären, be-sänftigten diese Unruhe nicht, so daß, als Sir William Ashtonhinter sich das Hofthvr mit Gewalt znschlagen hörte, die WorteAlicens in seinem Ohre wiedcrklangen, daß er die Sache mitdem stolzen Geschlecht der Ravenswood zu weit getrieben habe,und daß sie sich ihre Zeit zur Rache ansersehen würden.

Die offene Gastlichkeit, welche Ravenswvod hierauf seinemneuen Bekannten zeigte, schlug die Besorgnisse nieder, welche durch