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16 (1851) Die Braut von Lammermoor
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sehen worden waren, war in vielen Fällen angerufen, und ineinigen zngestanden worden, und erhalte keinen geringen Grund,über den Ausgang beunruhigt zu sein, wann das englische Hausder Lords geneigt sein sollte, auf die Appellation des Herrn vonRavenswood zur Revidirnng des Rechts einzugehen. Das Hauskonnte einem billigen Rechtsanspruch Gehör geben, und es konntevielleicht nach allgemeineren Rechtsgründen entscheiden, die demLord Keeper nicht ganz so günstig waren, als das buchstäblicheGesetz. Ueberdies, da er, wiewohl unrichtig, nach den Gerichts-höfen urtheilte, wie er sie selbst in den Zeiten vor der schotti-schen Union gekannt hatte, so mochte der Lord Keeper nur zusehr Recht haben, zu glauben, daß in dem Hanse, vor welchessein Prozeß gebracht werden sollte, die alte schottische Maxime,die in vorigen Zeiten nur zu sehr bekannt worden war, dieOberhand gewinnen möge zeige mir den Mann, so zeig' ichdir das Recht. Der hohe und unparteiische Charactec der eng-lischen Rechtspflege war damals in Schottland wenig bekannt,und die Ansbreitung derselben über das letztere Land war einerder unschätzbarsten, durch die Union gewonnenen Vortheile. Jn-deß dies war ein Glück, welches der Lord Keeper, der untereinem anderen System gelebt hatte, nicht vorauszusehen ver-mochte. In dem Verluste seines politischen Einflusses sah erden Verlust seines Prozesses. Jeder Bericht, der ihm inzwischenzugekommen war, hatte ihm das Gelingen von des MarquisPlänen wahrscheinlicher gemacht, und der Lord Keeper begannes für unerläßlich zu halten, sich nach einer Zuflucht gegen denkommenden Sturm »mznschauen. Sein schüchternes Gemüthstimmte ihn zu Mitteln des Vergleichs und der Versöhnung.Der Vorfall mit dem wilden Bullen, geschickt benutzt, konnte,glaubte er, eine Annähernng und Versöhnung zwischen Ravens-wood und ihm befördern. Er würde dann, wo möglich, er-