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16 (1851) Die Braut von Lammermoor
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versöhnen. Laßt mich es zn meiner Rechtfertigung sagen, meinjunger Freund, denn also will ich Euch nennen hätte EuerVater und ich so viel Zeit zusammen gebracht, als mein guterStern mir heute vergönnt hat, in Eurer Gesellschaft znzubringen,dann wäre es möglich, daß sich das Land noch heute eines Edcl-mannes erfreute, der zu den achtnngswürdigsten des alten Adelsgehörte, und ich hätte de» Kummer nicht gehabt, durch Feind-schaft von einem Manne getrennt zu werden, dessen Charakterim Ganzen ich so hoch achtete und bewunderte."

Er hielt sein Schnupftuch vor die Angen. Auch Navens-wood war gerührt, doch erwartete er schweigend das Weiteredieser außerordentlichen Mitthcilung.

Ihr müßt verstehen," fuhr der Lord Keeper fort, ,.daß esmanche streitige Punkte zwischen uns gab, die ich, obwohl ichdie kleine Anerkennung meiner Rechte vermittelst richterlichenUnheils für nöthig erachtete, nie über die Gränze der Billig-keit zn treiben gesonnen war."

..Mylord," sagte der Herr von Ravenswood,es istunnöthig,diesen Gegenstand weiter zu verfolgen. Was das Gesetz Euchgibt oder gegeben hat, das gehört Euch; weder mein Vater, nochich würden etwas auf dem Weg der Gnade angenommen haben."

Gnade? nein Ihr mißversteht mich," fing der LordKeeper wieder an;oder vielckehr Ihr seid kein Rechtsge-lehrter. Ein Recht kann oft gut sein nach dem Gesetz, undals gut anerkannt werden, dessen sich doch ein Ehrenmannnicht gerne in jedem Falle bedienen möchte."

Es thut mir leid, Mylord," sagte Ravenswood.

Nein, nein," versetzte sein Gast,Ihr sprecht wie ein jungerRath; Euer Herz geht Eurer Einsicht voraus. Es sind mancheDinge zwischen uns noch zu entscheiden. Könnt Zhr mich tadeln,der ich ein friedfertiger Mann bin, und der ich mich in dem Schoße