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16 (1851) Die Braut von Lammermoor
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eines jungen Edelmanns befinde, der mir und meiner Tochterdas Leben rettete, daß ich mich sehne, ängstlich sehne, daßdiese Dinge auf das Billigste geregelt werden?"

Der alte Mann hielt, während er sprach, die Hand vonRavenswood fest, und machte es demselben unmöglich, welchesauch sein Entschluß sein mochte, eine andere, als zusagendeAntwort zu geben: also wünschte derselbe seinem Gaste guteNacht, und bestimmte den nächsten Morgen zur Fortsetzung derUnterredung.

Ravenswood eilte nach der Haste, wo er die Nacht zubrin-gen wollte, und ging darin mit schnellen und ungeregeltenSchritten auf und nieder. Sein Todfeind war unter seinemDache, doch seine Gefühle gegen ihn waren weder die einesFamilienfeindes, noch die eines wahren Christen. Es warihm, als wenn er ihm als Familienfeind nie verzeihen undals Christ seine Rache nicht weiter treiben könne, und alswenn er einen niederträchtigen und ehrlosen Vergleich zwischenseinem Groll gegen den Vater und seiner Neigung für dieTochter mache. Er fluchte auf sich selbst, während er im Mond-licht und bei dem röthlichen Schein des verglimmenden Feuershin und her rannte. Er riß die Gitterfenster auf und schlugsie wieder zu, als wenn ihn der Zudrang und der Ausschlußder freien Luft gleich sehr beunruhigte. Endlich legte sich dieAufwallung, und er warf sich in den Stuhl, der für dieseNacht sein Ruheplatz sein sollte.

Wenn dieser Mann" dies war seine ruhigere Ueber-legung, die auf den Sturm der Leidenschaften folgtewenndieser Mann wirklich nicht mehr verlangt, als was ihm dasGesetz zuspricht, wenn er selbst seine anerkannten Rechte derBilligkeit unterordnen will, welche Ursache konnte mein Vater-Haben, sich zu beklagen? und welche habe ich? Diejenigen,Die Braut von Lammermvor. I. 14