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„Herr von Ravenswood," sagte Sir William Ashto» mit ei-niger Zögerung, „ich hoffe, Ihr kennet das Christcnthum zu wohl,als daß Ihr die Sonne über Eurem Groll untergehen ließet."
Ravenswood erröthete und versetzte, „er habe diesen Abendkeine Gelegenheit, diese ihm durch das Christenthum auferlegtePflicht auszuüben."
„Ich hätte das Gegentheil geglaubt," sagte sei» Gast, „wennich die verschiedenen Streitigkeiten und Prozesse betrachte, dieleider häufiger, als es wünschenswerth und nöthig war, zwischendem letzten edlen Lord, Eurem Vater, und mir statthatten."
„Ich hätte gewünscht, mein Herr," sagte Ravenswood,von einer geheimen Aufwallung beunruhigt, „daß dieses Ver-hältnisses eher anderswo, als unter meines Vaters Dache ge-dacht werden mochte."
„Ich hätte das Bedenkliche dieser Erwähnung zu andererZeit wohl gefühlt, aber nun muß ich in meiner Rede fort-fahrcn. Ich habe in meinem Innern zu sehr dadurch gelitten,daß eine falsche Scham mich abgehalten hat, eine persönlicheUnterredung mit Eurem Vater, die ich in der That oft nach-suchte, ernstlich zu erbitten — mancher Aerger und Kummerwäre ihm und mir dadurch erspart worden."
„Es ist wahr," sagte Ravcnswood nach kurzem Besinnen;„ich hörte meinen Vater sagen, daß Ew. Herrlichkeit eine per-sönliche Unterredung vorgeschlagen habe."
„Vvrgeschlagen, mein lieber Herr? Ja ich habe sie vorge-schlagcn; aber ich hätte sic erbitten und erflehe» sollen. Ichhätte den Schleier wegreißen sollen, den eigennützige Personenzwischen ihn und mir ausgebreitet hatten; und ich hätte mich,wie ich es war, bereitwillig zeigen sollen, selbsteincu großen Theilmeiner gegründeten Rechte aufzuopfern, um Gefühle, wie die sei-nigen, die bei ihm so natürlich gewesen sein müssen, wieder zu