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die Gäste zu erkennen gaben, wie sehr sie das Verdienst ihresedlen Wirthes schätzten, und wie wenig sie an die Unbequem-lichkeiten dächten, von denen sie umgeben waren. Ich weißnicht, ob der Gedanke, daß man wegen seines persönlichenVerdienstes seine mißlichen Gliicksnmständc übersähe, für dasstolze Gemnth des Herrn von Ravenswood nicht eben sowohlthuend war, als die Unterhaltnng Sir Williams und dieSchönheit seiner Tochter,
Die Stunde der Ruhe kam heran. Der Lord Keeper nndseine Tochter zogen sich nach ihren Gemächern zurück, diebesser eingerichtet waren, als man erwartet hätte- Denn beiden nöthigen Vorbereitungen hatte sich Mysie des Beistandeseiner Gevatterin zu erfreuen gehabt, die ans Kundschaft vomDorfe gekommen, aber von Caleb znrückgehaltcn, und für denAbend mit den häuslichen Arbeiten beladen worden war, alsodaß sie sich gezwungen sah, statt bei ihrer Nachhauseknnft dieKleidung nnd die Person der vornehmen jungen Lady zu be-schreiben, in dem Haushalte von Wolf's Crag thätigen Bei-stand zu leisten.
Der Sitte der Zeit gemäß führte der Herr von Ravens-wood den Lord Keeper in sein Gemach. Caleb, der ihnenfolgte, stellte mit der Feierlichkeit, wie sie Wachskerzen ge-bührte, zwei grobe Talglichter, wie man sie heute nur aufdem Lande findet, ans Leuchtern von Eisendraht ans denTisch, Dann ging er weg, und kam mit zwei erdenen Krü-gen zurück („das Porzellan," sagte er, „ist seit Myladys Zeitenwenig gebraucht worden"); der eine war voll Sekt, der anderevoll Branntwein *). „Der Canariensekt," erklärte er, unbe-
*) ES war ehemals ein allgemeiner Brauch, Ael, Wein oder einstarkes, geistiges Getränk in das Zimmer eines geehrten Gastes zu sehen,