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16 (1851) Die Braut von Lammermoor
Entstehung
Seite
196
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Ereifert Euch nicht, Mr. Bedethebent," versetzte Gerber,hier unter Weibern und Pfaffen kann man sich nicht aus-lassen ich weiß am besten, wie ich mir meine Wurst bra-ten soll. Jean, trag das Essen auf, und nichts mehr davon."

Und im Verlaufe des Abends wurde des Verlustes mitkeinem Worte mehr von ihm gedacht.

Unterdessen sprengte der Geselle auf dem Pferde seinesMeisters und mit dessen besonderen Aufträgen beladen, pfeil-schnell hinter dem räuberischen Calcb einher. Dieser Letztereverweilte sich nicht auf dem Wege, wie man leicht glaubenwird. Er vergaß selbst seine Redseligkeit vor lauter Eileund sagte nur zu Mr. Lockhard, daß das Weib des Lieferan-ten auf sein Geheiß die wilden Vogel ein wenig vorausge-braten habe, für den Fall, daß Myste, die durch den Donnerso sehr erschreckt worden sei, ihren Rost nicht bei voller Gluthhabe. Indem er die Nothwendigkeit vorschützte, sobald alsmöglich in Wolf's Crag zu sein, eilte er mit einer Schnellig-keit voraus, daß seine Gefährten kaum folgen konnten. Erglaubte sich schon aller Verfolgung überhvben, denn er hatteden Gipfel des Erdrückens, der Wolf's Crag von dem Dorfetrennte, erreicht, als er auf einmal aus der Ferne den Huf-schlag eines Pferdes und eine Stimme hörte, die ausrief:Mr. Caleb Mr. Balderstone Mr. Caleb Baldcrstone he wartet ein wenig!"

Caleb, wie man wohl glauben mag, beeilte sich nicht, demAufruf zu gehorchen. Zuerst wollte er nicht hören, und machteseinen Begleitern vor, es sei das Geräusche des Windes; dannsagte er, es wäre nicht der Mühe werth, sich darum aufzu-halten; und endlich, als die Gestalt des Reiters im Abend-dunkel sichtbar wurde, machte er unwillig Halt. Er raffteallen seinen Muth zusammen, um seine Beute zu vertheidigen;