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er die Ohren eines albernen alten Weibes mit sinnlosem Ge-wäsche kitzelt, und alle zwei Worte eine Luge sagt? — Wart',ich will dich dafür-"
Hier schritt der Pfarrer ein mit Wort und That, währendFrau Lightbody, ihren Löffel schwingend, vor ihre Tochter trat.
„Soll ich meine eigene Frau nicht züchtigen dürfen ?" schrieder Küfer höchst aufgebracht.
„Ihr könnt Eure eigene Frau züchtigen, wenn's Euch be-liebt," antwortete Frau Lightbody, „aber Ihr sollt keinen Fin-ger an meine Tochter legen, — das sollt Ihr sehen."
„Schämt Euch, Mr. Girder!" sagte der Geistliche, „ichhätte es nie von Euch gedacht, daß Ihr Eurer sündlichen Lei-- denschaft den Zügel lassen würdet gegen Euer Nächstes undTheuerstes, und zumal diesen Abend, wo Ihr die heiligstePflicht eines christlichen Vaters zu erfüllen habt — und fürwas das Alles? für den Ucberfluß leiblicher Nahrung, dereben so werthlos als unnöthig ist."
„Werthlos!" rief der Küfer aus, „nie ist eine bessere Gansüber die Stoppeln gegangen, nie haben zwei schönere wildeEnten ihre Federn genetzt."
„Es mag sein, Nachbar," crwiederte der Pfarrer, „dochseht, was für ein Ueberfluß noch bei Eurem Feuer zurückbleibt.Ich habe den Tag gesehen, wo zehn von den Haferkuchen, dieauf diesem Brette stehen, köstliche Leckerbissen für eben so vieleMänner gewesen wären, die auf Bergen und in Höhlen umdes Evangelii willen vor Hunger starben."
„Und das ist's, was mich am meisten ärgert," sagte derKüfer, der gern Jemand gefunden hätte, der an seinem nichtganz »»gegründeten Aerger Antheil genommen hätte; „wennes die Alte da einem bedrängten Heiligen oder sonst Jeman-den gegeben hätte und nur nicht diesem schlechten, räuberischen,
Die Braut von Lammermoor. I. zz