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16 (1851) Die Braut von Lammermoor
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Aber eine andere Person, deren Gegenwart Caleb in derHitze des Streites nicht bemerkt hatte, war von Allein Zengegewesen. Es war dies der oberste Diener des Fremden, einMann von Zutrauen und Einfluß, der nämliche, welcher Bucklawbei der Jagd sein Pferd abgetreten hatte. Er war im Stalle,als Caleb auf den Ausschluß der-Diener sann, und er entgingdurch diesen Umstand dem nämlichen Schicksale, vor welchemihn seine persönliche Wichtigkeit nicht würde behütet haben.

Dieser Mann beobachtete die Handlungsweise Calebs, sahden Beweggrund derselben leicht ein, und da er die Gesinnungseines Herrn gegen die Familie Ravenswovd kannte, so war esihm nicht schwer, den Weg zu finden, den er in seinem Be-tragen zu nehmen habe. Unbemerkt von Caleb nahm er denPlatz ein, den derselbe so eben verlassen hatte, und verkündetedem Dienerbaufenes sei der Wille seines Herrn, daß LordBittlebrainsundseineigenesGefolgenachderbenachbartenSchenkegehen, und dort alle Erfrischungen, die zu haben wären, fordernsollten, und daß er die Berichtigung der Zeche übernehmen würde."

Der muntere Jägerhaufen verließ das ungastliche Thor vonWolf's Crag. Während sie den steilen Dammweg Hinabstiegen,verfluchten sie den schnöden und filzigen Schloßherrn, und ver-dammten mit mehr als waidmännischer Freiheit das Schloß undseine Bewohner. Bucklaw war bei manchen Eigenschaften, dieunter günstigeren Umständen einen Mann von Verdienst undUrtheil aus ihm würden gemacht haben, in seiner Erziehungso sehr vernachlässigt worden, daß er unfähig war, anders zudenken und zu fühlen als seine Lustgesellen. Das Lob, das erstkürzlich über Ravenswovd ausgeschüttet worden war, stellte ermit dem allgemeinen Tadel zusammen, der sich nun gegen den-selben erhob er rief sich die trüben, einförmigen Tage zurück,die er in Wolf's Crag verlebt hatte, und verglich sie mit seiner